Michaela Merz

Es ist Winter und es schneit

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Ich weiss wie wir uns immer lustig machen über England wenn es dort ein bisschen schneit und das gesamte Verkehrssystem zum Erliegen kommt.

Es ist der 1. März und ich muss von Zürich nach Lausanne und am darauffolgenden Tag weiter nach Genf und auch wieder retour. Ich hatte alle meine Sachen inklusive Pyjama, Turnsachen, Zahnbürste und Computer in meinen Business Rucksack gepackt und dachte, dass ich mit dem Trottinette zum Bahnhof und dann mit dem Zug weiter fahre.

Als ich am Morgen aus dem Fenster kuckte, wurde mir klar, dass aus dem Trottinette nichts wird, da es etwa 5 cm Neuschnee gab und es weiterhin schneite. Schade. Dann marschierte ich also zur Tramstation, um festzustellen, dass der Fahrplan wertlos geworden ist. Nach 15 Minuten Bangen kam endlich das Tram. Ich war eigentlich zu spät am Hauptbahnhof aber das war auch egal, weil mein Zug ebenfalls Verspätung hatte. Und so hat ging der Tag weiter. Alle öffentlichen Verkehrsmittel hatten eine schwer abschätzbare Verspätung. Ehrlich gesagt war man mit Zug noch am besten bedient. Ich sah ab und zu aus dem Fenster des Zuges die Autobahn, wo die Autos in endlosen Kolonnen unbeweglich da standen.

Und es schneite weiter, was auch die Meteorologen auf den falschen Fuss erwischte, da sie eigentlich nur für den morgen leichte Schneefälle vorausgesagt hatten. Auch aus der versprochenen Nachmittagssonne wurde nichts und es schneite weiterhin so, als ob es nie aufhören wollte.

Meine Hotelzimmer was ausgesprochen kalt und es wurde mir mitgeteilt, dass sich die Wärme leider nicht höher einstellen liess. Ich schlief mit meiner Wintermütze unruhig und schlecht.

Die Zugreise von Lausanne nach Genf am nachfolgendem Tag, die gemäss Plan etwa 45 Minuten dauern sollte, beanspruchte fast 3 Stunden und da vom Bahnhof kein Bus fuhr und Taxis Mangelware wurden, bin ich zu Fuss durch den tiefen Schnee zu meiner Verabredung gestiefelt. Am Nachmittag hat der Schneefall aufgehört und es kam endlich die Sonne. Genf sah aus wie im Märchen in weissem Kleid mit den warmen Strahlen der Sonne, die die Schneemassen zum schmelzen animierten.

Ich dachte, dass die Schweiz mit Schnee fabelhaft umgehen kann. Und ehrlich gesagt, das Resultat war nicht so schlecht. Ich bin immer an dem Ort an dem Tag angekommen, an dem ich dort sein sollte. Vielleicht ein bisschen zu spät aber weil das fast alle waren war es sowieso egal. Am Ende bleibt das Gefühl, dass die Schweiz eigentlich alles meistert, auch eine unerwartete Menge Schnee im Winter. Danke.

Bildquelle: Tim Reckmann  / pixelio.de

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