Michaela Merz


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Soapbox derby


With my youngest we went to see the soapbox derby in Unterägeri.

Everything that was needed for a good atmosphere was present at the racetracks. There was Barbecue with ‘Cervelat’ and ‘Bratwurst’. Drinks to keep us hydrated an ice cream van and many spectators. Thank god for the fact that it didn’t rain even though the sky was rather cloudy. The little race drivers gave their all. We sat down at the ‘Jogurtkurve’ where you could,  depending on how well you raced around the curve, gain or lose two seconds, which then contributed to the point scoring at the end of the game.

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Seifenkistenrennen


Wir haben mit meinem Jüngsten in Unterägeri das Rennen der Seifenkisten besucht.

Die Rennstrecke hatte alles was es zu gute Atmosphäre braucht. Ein Grill mit Cervelat und Bratwurst. Getränke um nicht zu verdursten, ein Glaceverkäufer, viele Fans. Gott sei Dank hat es nicht geregnet, auch wenn es bewölkt war. Die kleinen Rennfahrer waren mit dem Herz voll dabei. Wir haben uns in die “Jogurtenkurve” (die Kurve bei der Molkerei) platziert, dort wo man zwei Sekunden verschenken oder herausholen konnte, die am Ende um einen Podestplatz entscheiden konnten. Bestimmte Autos sind gemütlich reingefahren und es war von vornherein klar, die sind einfach dabei aber mit wenig Ambitionen auf Sieg. Der Kampf um den Podestplatz wurde jedoch gnadenlos geführt. Einige sind sehr rasant in die Kurve reingerast und haben die Kurve sehr eng geschnitten um das Maximum herausauszuholen. Das hellblaue Rennauto hat die Kurve so eng geschnitten, dass es teilweise nur auf zwei Rädern gefahren ist. Wir staunten über den Kampfgeist und der Kreativität der Produzenten der Fahrzeuge. Jedes von ihnen ein Unikat, wahrscheinlich hergestellt in langen Stunden. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, ausser dass man ein Steuerrad und Bremsen haben musste.

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Apprentices


Tuesday we were in the restaurant. A small restaurant beside the lake with a wonderful sunset. The atmosphere was fantastic.

In the small room there were four people taking and serving the orders. We wanted to order a drink as aperitif. It soon became clear that communication in German or English will be difficult. It was after work, we were all relaxed. We were not worried that we had to repeat the five drinks time and again until he had succeeded in registering them. But with the aperitif „Spritz», nothing helped. It was obvious that he did not know what it is. We had to go to the bar and show him the bottle.

When he later came in our direction with the tray and five drinks, I became aware that certain skills have to be practised. I had the feeling that he would not reach our table and that the drinks would crash to the floor. I was wrong. He did make it. Except that there was no glass for the bottle of beer and we had to insist that he bring one; it worked. I watched how he poured a “Stange” and was surprised, because it looked as if it was the first time in his life he had done this. The beer ran out of the glass, then he poured some out, re-filled it and spilled it. The same happened several times. Everything has to be learned.

The whole evening it seemed as if the employees had wandered in here for the first time in their lives and had no idea how to serve. The highlight was when one of them came with two plates in his hands – in each hand one plate. He stood before the table at a loss and I assume that he was considering how he should best put the two plates down on the table. Before I could help him, he leant sideways and the contents of one plate slid onto the lap of our youngest.

That evening it was again clear to me that many things that we consider to be absolutely obvious are not obvious. Much has to be learned, practised and rehearsed. Finally one should not get so excited about what goes wrong, and rather take pleasure in what functions effortlessly. In all honesty, it was a lot of fun for me to act as an honorary assistant that evening in the restaurant.

Image source: Anja Müller / pixelio.de


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Lehrlinge


Wir waren am Dienstag im Restaurant. Ein kleines Restaurant am Seeufer bei wunderbarem Sonnenuntergang. Die Stimmung war fantastisch.

In dem kleinem Raum hat es vier Leute gehabt, die Bestellungen aufnahmen und ausführten. Wir wollten Getränke zum Apéro bestellen. Es war sehr schnell klar, dass die Verständigung auf Deutsch oder Englisch schwierig wird. Es war Feierabend, wir waren alle gelassen. Es hat uns nichts ausgemacht die fünf Getränke immer wieder zu wiederholen, bis er es geschafft hatte, sie zu notieren. Jedoch beim Aperol Spritz nütze alles nichts. Offensichtlich wusste er nicht, was das ist. Wir mussten mit zur Bar und ihm die Flasche zeigen.

Als er später mit dem Tablett mit fünf Getränken in unsere Richtung lief, wurde mir bewusst, dass bestimmte Fertigkeiten geübt werden müssen. Ich hatte eher das Gefühl, dass er unseren Tisch nicht erreichen wird und die Getränke am Boden zerschellen. Ich täuschte mich. Er hat es geschafft. Ausser dass bei der Flasche Bier ein Glas fehlte und man es bei ihm mit Nachdruck verlangen musste, klappte es. Ich schaute ihm zu, wie er eine “Stange” abfüllte und wunderte mich, weil es so aussah, als ob dies alles das erste Mal in seinem Leben sei. Das Bier ist aus dem Glas herausgelaufen, dann hat er ein bisschen ausgeschüttet, noch mal nachgefüllt und verschüttet. Das Gleiche hat sich mehrmals wiederholt. Einfach alles muss gelernt werden.

Der ganze Abend ist so gelaufen, wie wenn sich die Angestellten zum ersten Mal in ihrem Leben hierher verirrt hätten und keine Ahnung hätten, wie man bedient. Als Höhepunkt kam einer von ihnen mit zwei Tellern in der Hand – in jeder Hand ein Teller. Er blieb ratlos vor dem Tisch stehen und ich schätze, dass er sich überlegte, wie er die zwei Teller am Tisch abladen sollte. Bevor ich ihm helfen konnte, lehnte er sich zur Seite und der Inhalt des einen Tellers kippte in den Schoss unseres Jüngsten.

An diesem Abend wurde mir nochmals klar, dass viele Sachen, die wir als absolute Selbstverständlichkeit betrachten, eben nicht selbstverständlich sind. Das vieles gelernt werden muss, geübt und einstudiert. Schlussendlich sollte man sich weniger über das, was schief geht aufregen und sich mehr freuen über alles, was tadellos funktioniert. Ehrlich gesagt hat es mir schlussendlich Spass gemacht an dem Abend als ehrenamtliche Mithilfe in dem Restaurant tätig zu sein.

Bildquelle: Anja Müller  / pixelio.de


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Das Besondere


Die Titanwurzel im botanischen Garten blüht. Das ist ein Spektakel, das zu sehen sich lohnt, zum einen, weil die Blume in unseren Breitengraden nur im botanischen Garten zu sehen ist und weil es selten vorkommt, dass sie blüht. Sogar der Zeitung ist es einen Artikel wert. Mit meinem Jüngsten sind wir gegangen dieses Spektakel anzuschauen. Das Wetter war mies, kalt und regnerisch. Und im botanischen Garten gab es eine Menschenschlange. Das hat einen zusätzliche Seltenheitswert. Viele wollten dieses Wunder der Natur sehen. Neben der Pflanze stand der glückliche Direktor des botanische Garten und gab allen, die es hören wollten, Auskunft über dieses seltsame Gewächs. Er strahlte wie wenn er die Geburt seines Erstgeborenen ankündigen würde. Es war beeindruckend, die Atmosphäre war mit Stolz und Bewunderung erfüllt,  einfach ein wunderbares Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. 

Dann sind wir weiter gefahren, um die Grossmutter zu besuchen. Und an den Bächen in den umliegenden Wäldern haben sich Biber angesiedelt. Sie waren mehr als 30 Jahre lang verschwunden und jetzt sind sie wieder da. Ihr Gestaltungsdrang hat die Natur innerhalb kurzer Zeit massgeblich geprägt. Unzählige grosse Bäume haben die Biber zu Fall gebracht, das Wasser gestaut, der Pegel im Bach um einen halben Meter erhöht. Die Biber sind scheu und  selten und wir wanderten ihren Spuren nach und staunten.

Der Grossmuter haben wir aber versprochen im Dorf Farbe abzuholen. Wir machten uns auf den Weg. Auf der Wiese neben der Strasse weiden Kühe. Es ist eine seltsame Rasse, die ich noch nie gesehen hatte. Sie sind Schwarz und in der Mitte haben sie regelmässige, weisse Streifen. Es sieht so aus, als ob ein Maler einen breiten Pinsel genommen und alle Kühe markiert hätte. Es waren auch viele ganz kleine Kälber dabei. Und plötzlich merkten wir, dass fast neben der Strasse hinter dem elektrischen Zaun gerade in diesem Moment ein Kalb zu Welt kommt. Die Kuh hat sich ängstlich zu uns gedreht und wir wählten eine Distanz, die sie nicht mehr zu stören schien. Es war ein spezielles Erlebnis mitten in der Natur die Geburt so nah zu verfolgen und zu staunen mit welcher Leichtigkeit es die Kuh geschafft hat. 

Die Farbe mussten wir am nächsten Tag holen, da wir so fasziniert waren, dass wir erst im Dorf angekommen sind als das Geschäft schon geschlossen war.

Es waren einzigartige und einmalige Ereignisse, die zu planen unmöglich war. Die Anziehungskraft des Speziellen, Einmaligen ist erstaunlich und wozu sie die einzelnen Menschen treibt, umso mehr.

Die Titanwurzel ist immer noch im botanischen Garten aber jetzt eher als unscheinbare Pflanze, da sie nur eine Woche lang blüht, wohingegen man die Baukünste der Biber weiterhin besichtigen kann. Lasst es mich wissen, falls ihr Interesse habt und ich sende Euch die GPS Koordinaten.


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Something special


The titan arum in the Botanical Gardens is in flower. That is a spectacle worth seeing, firstly because the flower can be seen in our latitudes only in the botanical garden and secondly because it happens infrequently. It’s even worth an article in the newspaper. We went with my youngest to see this spectacle. The weather was lousy, cold and rainy. And in the Botanical Gardens there was a long queue. That gives it even greater rarity value. Many people wanted to see this natural wonder. Next to the plant stood the happy Director of the Botanical Gardens and gave all who wanted to hear information about this strange plant.  He beamed with delight as if he were announcing the birth of his first child. It was impressive, the atmosphere was replete with pride and wonder, simply a wonderful event, which will long remain in our memories.    

We then moved on to visit grandmother. And in the streams in the surrounding woods beavers have settled. For more than 30 years they had disappeared and now they have returned. Within a short time, their creative urge has left a significant influence on nature.  The beavers have felled numerous large trees, dammed the water, raised the water level in the stream by half a meter. The beavers are shy and rare and we wandered along their tracks in astonishment.

But we have promised grandmother to fetch her some paint from the village. We continued our journey. In the meadow beside the road cows are grazing. It’s a strange breed, which I had never seen. They are black and in the middle they have regular white stripes. It looks as if an artist had taken a wide paint brush and marked all the cows. There were also a lot of very small calves. And suddenly we noticed that almost next to the road behind the electrified fence at this very moment a calf is being born. The cow had turned anxiously towards us and we chose a distance, which no longer seemed to disturb it. It was a special happening to follow the birth so closely in the nature and to be amazed at how easily the cow had managed it.        

We had to fetch the paint the next day because we were so fascinated that we didn’t arrive in the village until the shop was already closed.

These were unique, one-off events, which you couldn’t have planned. The appeal of the special, the unique is astounding and given to what it drives the individual, the more so.

The titan arum is still in the Botanical Gardens but now is only an inconspicuous plant, because it flowers only for a week, while the construction skills of the beavers can still be viewed. Let me know if you are interested and I’ll send you the GPS coordinates.


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I miss the howling of the wolves


I am a repeat offender. This evening the witches will be ritually burnt, it is the 30th. April. I am lying in the shepherd’s wagon in a game park near Cleebronn and am pretty well finished. It is cold, even very cold and it has been impossible without a cap in the last 2 days.

Last year I was also here.

Every morning the wolves, which lived only a few hundred metres away, woke me with their howling. This year they are as silent as mice and only the twittering of the birds and the bleating of the goats wake me in the morning. Before breakfast, while all are still asleep, I run up the path through the vineyard towards the peak to the small chapel. When I reach the top, I stop and feed on the view of the light green of the sprouting leaves. Breakfast is served in the inn “Wilde Sau”. It lies in the middle of the game park, where one can observe how the deer, the birds of prey, the horses and other animals wake up and also breakfast. The cheekiest are the small goats, which literally eat everything out of one’s hand, including the packing.

During breakfast I observe the holiday visitors. There’s no need to tell where a loving companionship and where a desert exists. It is obvious even without words.

We spend the day in the amusement park Tripsdrill and we are amused. We laugh a lot, try all the attractions, eat well, urge each other on. The youth fountain ride makes us wet but not younger – thank God. The marriage market provides suggestions and from the fountain we draw twins.

Our shepherd’s wagon has TV. That was also not necessary, not once did we switch it on. We had no cups, but five wine glasses and no toilet, which one misses even more when one has to walk through the forest in the middle of the night.

During these holidays my youngest’s school colleagues travelled in all the continents of the world. We were about three hours away from home. We watched how the storks build their nests and we fed the dwarf goats. No sign of the exotic, if one ignores the toilet in the forest. But nonetheless they are three absolutely unforgettable days. I missed only the howling of the wolves.