How to grow old


I’ve read that people are not afraid of death, but of dying and actually it’s about the fear of the pain and the strangeness. It’s similar with getting older. I don’t think people are afraid of old age. Getting older brings a lot of positive things with it.

You know yourself and don’t have to prove anything to yourself or others (not everyone, but probably the majority). Experience allows you to make decisions that would not have been possible when you were younger, and the social network you have built up over the years is so strong that you can’t fall. Those who enjoy learning throughout their lives learn new things and keep up with the latest technological developments well into old age. Old age then brings with it some physical ailments and dwindling energy. For some, also limited mental flexibility. The fear of old age is more a fear of the negative consequences it brings.

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Wie wird man alt


Ich habe gelesen, dass Leute keine Angst vor dem Tod haben, sondern vor dem Sterben und eigentlich geht es um die Angst vor den Schmerz und der Fremdbestimmung. Ähnlich ist es mit dem älter werden. Ich glaube nicht, dass die Leute Angst vor dem Alter haben. Älter zu werden bringt viel Positives mit sich.

Man kennt sich und muss sich selber und den anderen gar nichts mehr beweisen (nicht alle, aber wohl die Mehrheit). Die Erfahrung erlaubt eine Entscheidung zu treffen, die in jungen Jahren gar nicht möglich wären und das über Jahre aufgebaute soziale Netz ist so tragfähig, dass man gar nicht fallen kann. Diejenige die ein Leben lang Freude am Lernen haben, lernen neue Sachen und kommen bis ins hohe Alter auch bei den neusten technologischen Entwicklungen mit. Das Alter bringt dann einige körperliche Beschwerden und schwindende Energie mit sich. Bei einigen auch eine begrenzte geistige Flexibilität. Die Angst vor dem Alter ist eher eine Angst vor den negativen Folgen, die es mit sich bringt.

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Life in times of Corona 2021 II


Sunday morning, it’s still dark outside, but I put on my sports clothes and go for a run. Everything is still asleep. I don’t meet anyone except at the farm I pass, the cows are already outside filling their bellies with silage food. The light comes tentatively and it’s obvious that once again it’s not going to be a sunny day in the Unterland. I don’t mind, at least not now. I run up the steep slope, gasping for air to make it up the incline. The air is fresh and it’s not really cold but the hat does quite well. Exercise in the fresh air always feels good and this morning it feels wonderful. I reached the chapel of St. Verena and stopped briefly to see what the valley looked like. After 2 minutes I run further up, as if there was peace of mind to be found up there. Unfortunately, the further ascent did not bring peace either. Thoughts are rattling around in my head and I haven’t managed to “run” my head empty. The trip to Prague to visit my mother, planned for the end of February, seems to be postponed more and more, because two times of quarantine, locked up, without a possibility to go outside, I just can’t stand now.

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Leben in Zeiten von Corona 2021 II


Am Sonntagmorgen, es ist noch dunkel draussen, aber ich ziehe die Sportsachen an und gehe laufen. Alles schläft noch. Ich begegne niemandem nur bei dem Bauernhof, an dem ich vorbeilaufe, sind die Kühe schon draussen und füllen sich die Bäuche mit dem Silage Futter. Das Licht kommt zaghaft und es ist offensichtlich, dass es da im Unterland wieder einmal kein sonniger Tag wird. Das macht mir nichts aus, zumindest jetzt nicht. Ich renne den steilen Hang nach oben und schnappe nach Luft, um die Steigung bewältigen zu können. Die Luft ist frisch und es ist nicht wirklich kalt aber die Mütze tut ganz gut.  Bewegung an der frischen Luft fühlt sich immer gut an und heute Morgen ist es ein wunderbares Gefühl. Ich erreichte die Kapelle St. Verena und hielt kurz an, um zu schauen wie das Tal so aussieht. Nach 2 Minuten renne ich weiter nach oben, wie wenn dort oben der seelische Frieden zu finden wäre. Leider hat die weitere Steigung auch keinen Frieden gebracht. In meinem Kopf rattern die Gedanken wie wild und ich habe es nicht geschafft, den Kopf leer «zu rennen». Die für Ende Februar geplante Reise nach Prag zu meiner Mutter scheint sich immer weiter zu verschieben, weil zwei Mal Quarantäne, eingesperrt, ohne eine Möglichkeit nach draussen zu gehen, halte ich jetzt einfach nicht aus.

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Life in times of Corona 2021


The Sunday before last I got up very early. It was still very dark outside. I drank coffee, got dressed and made my way up the mountain. When I left home it was still dark, but the sun was slowly coming up. The road to the top of the mountain is very narrow for the last 5 kilometres. So narrow that it is sometimes very difficult to swerve when two vehicles meet. Sometimes it is not even possible to swerve and one vehicle has to reverse so that both can pass each other. From Saturday to Sunday it snowed and walls of cleared snow piled up on both sides of the road.

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Leben in Zeiten von Corona 2021


Vorletzten Sonntag bin ich sehr früh aufgestanden. Draussen war es noch sehr dunkel. Ich trank Kaffee, zog mich an und machte mich auf dem Weg nach oben auf den Berg. Als ich von zu Hause losfuhr war es immer noch dunkel, aber langsam wurde es hell. Der Weg bis nach oben auf den Berg ist auf den letzten 5 Kilometern sehr schmal. So schmal, dass es ab und zu sehr schwierig ist auszuweichen, wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen. Ab und zu ist es gar nicht möglich auszuweichen und ein Fahrzeug muss rückwärtsfahren damit beide aneinander vorbeikommen. Von Samstag auf Sonntag hat es geschneit und auf beiden Seiten der Strasse türmten sich Wände von geräumten Schnee.

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It was a strange year, the year of Corona


We have given up many things dear to us this year. We have struggled. We have missed the light at the end of the tunnel. We have been afraid. We were in despair. We sank into gloomy thoughts. We lost many things. We helped. We showed solidarity.

Some were very solidary and some very selfish. As is always the case in normal lives. But this year it was not a normal life.

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Es war ein merkwürdiges Jahr, das Jahr von Corona


Wir haben dieses Jahr auf vieles, was uns lieb ist, verzichtet. Wir haben gekämpft. Wir haben das Licht am Ende des Tunnels vermisst. Wir haben uns gefürchtet. Wir waren verzweifelt. Wir versanken in düsteren Gedanken. Wir haben vieles verloren. Wir haben geholfen. Wir haben uns solidarisiert.

Einige waren sehr solidarisch und einige sehr egoistisch. So wie das in normalen Leben immer der Fall ist. Nur es war dieses Jahr kein normales Leben.

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Life in times of Corona XVII


The trip to visit my mother has involved extensive strategic planning. She lives less than 800 km from where I live. It’s the same continent and my car makes the trip on one tank of petrol (which is also the main reason why I can’t have an e-car). The plane ticket costs a ridiculous amount and can be booked at short notice, but I can’t fly. The risk of infection is simply too big, and my mother will soon be 80 years old. That’s why I’m forced to drive, even on long journeys.

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Leben in Zeiten von Corona XVII


Die Reise, um meine Mutter zu besuchen, hat eine ausgiebige strategische Planung vorausgesetzt. Sie wohnt nicht einmal 800 km von dem Ort entfernt, wo ich wohne. Es ist der gleiche Kontinent und mein Auto schafft den Weg mit einer Tankfüllung (das ist auch der Hauptgrund warum ich kein E-Mobil haben kann). Das Flugticket kostet ein lächerlicher Betrag und lässt sich kurzfristig buchen, aber ich kann nicht fliegen. Das Risiko einer Ansteckung ist schlicht zu gross und meine Mutter ist bald 80 Jahre alt. Darum bin ich gezwungenermassen ein Autofahrer, auch auf langen Strecken.

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