Michaela Merz


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Viktor Ivanovic


Viktor Ivanovic hat schon bessere Zeiten erlebt. Heute benötigt er Sozialhilfe, weil das Geld bei ihm in den letzten 10 Jahren immer knapp war. Es machte ihm jedoch nicht viel aus. Er konnte stundenlang auf der Piazza sitzen, das Treiben auf der Strasse und auf dem See beobachten, sich das Gesicht von der Sonne wärmen lassen und war zufrieden. Continue reading


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American Expats in der Schweiz


Meine amerikanischen Freunde, die seit Kurzem in der Schweiz leben, erzählen mir Geschichten, die zum Lachen oder zum Weinen sind, je nachdem, wie man es nimmt. Wenn man die Schweiz und die New Yorker kennt, ist eigentlich klar, woher die täglichen Auseinandersetzungen kommen.

Die Schweizer Nachbarn reklamieren sehr schnell, dass man zu laut ist. Das machen sie sehr oft nicht direkt, indem sie an den Türen klingen und versuchen, das Problem zu besprechen. Nein, wenn es zum Beispiel Nachts um 10 ist, also zb 5 Minuten nach Beginn der Nachtruhe, rufen die lärmempfindlichen Nachbarn die Polizei. Und die Schweizer Polizei rückt aus.

Oder aber sie legen Zettel in den Briefkasten der amerikanischen Übeltäter.

Auf dem letztem Zettel, den eine Anwältin aus New York erhalten hatte, stand: “Bitte ziehen sie ihre Strassenschuhe in der Wohnung aus!”. Ich fragte sie, ob sie Schuhe mit hohen Absätzen trage, aber sie verneinte es ziemlich resolut. Dann wollte ich wissen, ob sie zu Hause in der Nacht tanzt oder sonst irgendwelche anspruchsvollen Aktivitäten ausübe. Nichts davon war der Fall. Sie hatte sogar auf etwa 80% der Böden Teppiche. Sie ist eine Dame 50+ und das klang alles sehr plausibel.

New York ist laut. Tag und Nacht. Ruhe kennt man dort nicht. Darum ist ihr Umgang mit Ruhe und Lärm tatsächlich sehr anders als unserer. Ein bellender Hund einen Stock höher oder tiefer stört sie nicht. Strassenarbeiten am Tag oder nachts sind sie sich gewohnt. Das stört sie auch nicht.

Der nächste heikle Punkt ist das Autofahren. Geschwindigkeitsbussen und Parkbussen kassieren sie in der Schweiz sehr leicht. Meine Freundin aus New York sagt, dass sie Angst habe ihren Briefkasten zu öffnen und nach Zürich wird sie mittlerweile nie mehr mit dem Auto fahren. Sie findet einige Regelungen ziemlich verwirrend und kassiert wegen Fehlern oft Strafen. Zum Beispiel leuchten in den US alle Traffic Lights in der gleichen Farbe. Alle stehen auf Rot oder alle auf Grün. In der Schweiz ist es aber nicht ungewöhnlich, dass die rechte Ampel rot ist, die linke aber grün oder es hat neben dem Rot einen grünen Pfeil. Für meine Freundin ein Horror, weil sie nicht sicher ist, wie sie sich verhalten sollte. Einige 250 Franken teure Bussen für Fahren über Rot wurden ihr so beschert und das weil sie die weisse Linie überquert hatte.

Das Nächste ist die Entsorgung. Das ist eine Wissenschaft für sich und es braucht mittlerweile einen Kurs, um zu wissen, was man mit den eigenen Abfall anstellen soll oder darf.

Die New Yorker, die ich kenne, sind aber alle gerne da und geniessen die hohe Lebensqualität. Und ich bin froh, dass sie da sind, weil mit ihnen wird die einheimische Welt bunter und vielleicht ein bisschen toleranter und nicht immer so verbissen.


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American expats in Switzerland


My American friends, who have recently come to live in Switzerland, tell me stories that make you laugh or reduce you to tears depending on how you take them. If one is familiar with Switzerland and the New Yorkers, it is obvious where the daily discussions arise.

The Swiss neighbours are very quick to complain that one is too loud. Very frequently they don’t do so directly, in that they ring the door-bell and try to discuss the problem. No, if for example it is 10.00pm, that is 5 minutes after there should be no noise, the noise-sensitive neighbours call the police. And the Swiss police answer the call.

Or they put a note in the letter box of the American miscreants. On the last note, which a lady lawyer from New York received, was written: “Please take off your street shoes in the apartment!”. I asked her whether she wore shoes with high-heels, but she denied doing so quite strongly. Then I wanted to know whether at home in the night she dances or carries out other strenuous activities. Nothing of the kind. She even has carpets on about 80% of the floor. She is a lady, 50+, and that all sounded very plausible.

New York is noisy. Day and night. Quiet you will find nowhere. Therefore, their way of dealing with noise and peace is really very different from ours. A barking dog a floor above or below does not disturb. Road works by day or night they are used to. That also doesn’t disturb them.

The next touchy issue is car driving. They are easily caught for speeding and parking fines in Switzerland. My friend from New York says that they are afraid to open their letter-box and in the meantime she will no longer drive into Zürich by car. She finds some rules quite confusing and often is fined for mistakes. For example, in the USA all traffic lights show the same colour. They are all on red or all on green. In Switzerland, on the other hand it is not unusual that the right light is on red and the left on green or there is a green arrow next to the red. For my friend a horror, because she is not sure how she should react. So she has picked up a few 250 franc fines for driving through red and that because she had crossed the white line.

The next is waste disposal. That is a science of its own and in the meantime you need to attend a course to know what you should or may do with one’s own waste.

But the New Yorkers I know are pleased to be here and enjoy the high quality of life. And I am happy that they are here, because with them the local environment is more colourful and perhaps a bit more tolerant and not always so grim.


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In distress on Lake Zug


It is an incredible day. The end of April and the temperature climbs above 25 degrees. Sunshine with a few hazy clouds. Nothing can stop me. Together with my youngest we pack our stand-up paddles and drive to Lake Zug. The access is ideal, straight from the parking lot into the water. Continue reading


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Seenot auf dem Zugersee


Es ist ein unglaublicher Tag. Ende April und die Temperatur klettert über 25 Grad. Sonne mit ein paar Schleierwolken. Ich bin nicht mehr zu halten. Zusammen mit meinem Jüngsten packen wir unsere Stand up Paddle und fahren zum Zugersee. Der Zugang ist ideal, direkt vom Parkplatz ins Wasser. Continue reading