Michaela Merz

New York, New York

Leave a comment

SONY DSC

New York ist eine besondere Stadt. Jedes Mal wenn ich ankomme, merke ich die zusätzliche Energie, die diese Stadt durchströmt. Es ist wie ein Aufputschmittel, das mir injiziert wird. Ich kann mir schlechthin nicht vorstellen, dass es da irgend mal langweilig wird. Irgendetwas läuft immer. Kurz nach meiner Landung machte ich mich auf den Weg und spazierte durch die 5th Avenue zum Central Park. Wie immer war ich auf der Suche nach einem kleinen Geschenk für meinen Jüngsten. Er mag es überhaupt nicht, wenn ich ohne ihn unterwegs bin und das einzig, das ihn besänftigt sind die kleinen Geschenke, die ich ihm von meinen Reisen mitbringe. Je grösser er wird, umso schwieriger die Suche.

 

Ich sah schon die Bäume des Central Parks, als mir eine Kolonne schwarzer Limousinen, die neben dem Hochhaus angehalten hatten, auffiel. Der Eingang zum Gebäude war mit schulterhohen Gittern abgesperrt und eine Reihe von Wartenden drängte sich darum. Ich dachte mir, dass ein Popstar ankommen sein muss und da ich mich auf diesem Gebiet überhaupt nicht auskenne, fragte ich eine wartende Frau, wer denn erwartet würde. Sie antwortete kurz „Donald Trump“. Und tatsächlich, schon kam er an, stieg aus, widmete der wartenden Menge ein Lachen und marschierte zum Eingang seines Trump Towers.

Nein, das war nicht der Höhepunkt des Tages, sondern der anschliessende Platzregen, der so heftig war, das meine Hose trotz Regenschirm und obwohl ich versucht habe, mich unter Vordächern unter zu stellen, wirkte, als käme sie frisch aus der Waschmaschine. Das machte aber nichts, schlussendlich ist es warm und alles trocknet schnell.

Mit den Einheimischen unterwegs dreht sich das Gespräch mehrheitlich ums Essen. Wo geht man hin, was ist das angesagte Salat-, Sandwich- oder Dessert-Restaurants. Was hat man gestern gegessen, was heute und was steht auf dem Plan für Freitag. Man isst auch ausgezeichnet in New York. Der neueste Hit scheint das Dessert Restaurant zu sein, das am ersten des Monats seine Plätze für den ganzen Monat ausschreibt. Die werden innerhalb von Kürze ausgebucht sein. Nur wenn man viel Glück hat, kann man nach dem Nachtessen das 8-gängige Dessert geniessen.

Im Bryan Park wurden an jenem Abend “Music Chair“ gespielt. Das kenne ich aus meiner Kindheit. Man stellt Stühle in einem Kreis auf, die Musik spielt und wenn sie aufhört, müssen sich alle setzen. Da ein Stuhl fehlt, bleibt eine Person übrig und muss das Spiel verlassen. Danach wird wieder ein Stuhl weggenommen und man spielt weiter bis zum Finale mit einem Stuhl und den zwei letzten Personen. Hier in New York haben es Erwachsene gespielt und wir machten mit. Es hat unheimlich Spass gemacht.

Diese Stadt fordert von mir vollen Einsatz, aber solange ich da bin, merke ich es nicht. Beim Heimflug reicht es den Sitz zu berühren und ich schlafe sofort ein. Es gibt so viel zu sehen in dieser freundlichen, unterhaltsamen, spannenden Stadt. Ich wäre gerne länger geblieben aber zu Hause wartet mein Jüngster und man muss die Prioritäten richtig setzen.

 

Bildquelle: Carl-Ernst Stahnke / Pixelio.de

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s