Michaela Merz


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Apfelverkauf für Caritas Zürich


Ich habe das wahnsinnige Glück auf der Sonnenseite des Lebens gelandet zu sein. Günstige biologische, familiäre wie auch gesellschaftliche Konditionen haben dazu wesentlich beigetragen und mir haben sich Chancen geboten, die ich einfach nur gepackt habe.

Ich bin mir wohl bewusst, dass es in meinem Leben ganz anders hätte laufen können. Es wäre naiv zu denken, dass man alles selber ändern könnte, wenn die Startbedingungen nicht so günstig gewesen wären. So sitzt in mir eine tiefe Dankbarkeit und Demut für das, was ich habe. Den Leuten, mit denen ich arbeite, geht es ähnlich. Wir wissen, dass wir privilegiert sind. Darum versuchen wir etwas zurückzugeben an die, die nicht so viel Glück hatten wie wir. So verkaufen wir dieses Jahr Äpfel für Caritas Zürich. Ein Apfel für 5 Franken und der Erlös geht an Kinder, die in Armut leben. Ja, das gibt es, sehr gut versteckt in der reichen Schweiz. Continue reading


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Mit dem Bauch entscheiden


Es ist Sonntag, der Wind fegt über den Lago Maggiore und bildet kleine Wellen, ab und zu mit einer weissen Schaumspitze. Ich sitze in meinem Laser, einem kleinen Segelboote für eine Person, wo man auch bei wenig Wind das Füdi nass bekommt. Ich segle von Ascona nach Ronco mit dem Ziel die kleine Insel Brissago zu umrunden und danach mit dem Wind in Rücken zum Hafen von Ascona zurück zu kehren. Continue reading


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Der grüne Daumen


Als Kind wurde ich durch meinen Vater genötigt in seinem Obst- und Gemüsegarten Unkraut zu entfernen. Das war unbequem, langweilig und für mich völlig sinnlos. Ich hätte lieber mit Kollegen gespielt, anstatt zum wirtschaftlichen Erfolg des Hobbygärtnerns meines Vaters beizutragen. Seine Erfolge waren zudem gemischt und mir schienen Aufwand und Ertrag eindeutig zu Gunsten des Aufwandes zu überwiegen. Einmal zur Gartenarbeit verdonnert, gab es kein Entrinnen. Continue reading


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Unterwegs mit der Deutschen Bahn


Ich kenne mich in Deutschland nicht aus. Noch weniger kenne ich mich aber mit der Deutschen Bahn aus. Ich war mit meinem Jüngsten (10 Jahre alt) unterwegs von Hamburg Flughafen nach Föhr. Das hat bedeutet 4-mal umsteigen bis man am Ziel ankommt. Alles hat tadellos geklappt, alle Verbindungen verkehrten planmäßig, der Preis ist gemessen an der Leistung völlig in Ordnung. Trotzdem bin ich am Überlegen, mit der DB nie mehr wieder zu fahren sofern ich mit Gepäck reisen werde. Continue reading


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En route with the Deutsche Bahn


I’m not familiar with Germany. I’m even less familiar with the Deutsche Bahn. I was en route with my youngest (10 years old) from Hamburg Airport to Föhr. That meant changing 4 times before reaching our destination. Everything had worked like clockwork, all the connections were on-time, compared with the service the price is in order. Nonetheless I am considering never travelling with the DB again, if I’m travelling with luggage. Continue reading


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Nordvirus


Alle fahren nach Süden. Vor dem Gotthard gibt es 15 Kilometer Stau nach Italien. Es ist mir wirklich egal, da ich mich mit dem Nordvirus angesteckt habe und an die Nordsee gefahren bin.

Dies ist kein geeigneter Urlaub für diejenigen die für ihr Glück in den Ferien 30 Grad im Schatten und lauwarmes Meerwasser, dass keine Erfrischung mehr bietet, brauchen. An der Nordsee gibt es immer Wind, das Wasser im Meer hat 18 Grad und die Ebbe und Flut entscheiden darüber wann man überhaupt schwimmen gehen kann. Continue reading


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The Northern bug


Everyone’s driving south. Before the Gotthard there’s a 15 kilometres back-up on the way to Italy. I really don’t care, because I’m infected with the Northern bug and have driven to the North Sea.

This is not a vacation suitable for those who, to enjoy their holidays, need 30 degrees in the shade and luke-warm sea water that’s no longer refreshing. By the North Sea there is always a wind, the water in the sea is 18 degrees and the ebb and flood of the tides decide when one can go swimming at all. Continue reading