Michaela Merz

Tante Martha

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Ich bin privilegiert. Die Leute, die mit mir zusammenarbeiten, sind es ebenfalls. Wir haben eine spannende, herausfordernde Arbeit. Wir beschäftigen uns mit Sachen, die vielleicht in einem Monat als Wirtschaftsereignis des Monats auf dem Titelblatt der Wirtschaftszeitung stehen. Wir sind umgeben von hochmotivierten, klugen, erfahrenen Leuten, bei denen man das gesamte Wissen über Wirtschaft mit einem einfachen Telefonat abholen kann. Wir werden gefördert, weitergebildet, zu gefragten Spezialisten gemacht. Gleichzeitig hat das Team einen starken Zusammenhalt, hilft sich gegenseitig und steht einem bei, wenn es mal schwierig wird.

Diese Privileg ist nicht selbstverständlich und Gott gegeben. Wenn man darüber nachdenkt, entsteht daher das Bedürfnis der Gesellschaft, den weniger Privilegierten etwas zurückzugeben. ‎So entstand der Gedanke bei Tante Martha zu helfen. Die Hilfe sollte aber nicht einfach durch eine Spende erfolgen, sondern wir haben die Gummistiefel angezogen, um neben dem Geld auch praktisch dort zu helfen, wo es notwendig ist.

Tante Martha ist ein Hof, wo Nutztiere ihr Leben sorglos, ohne Leistungsdruck und Zwang etwas zu liefern leben können. Wir sind gekommen, vorbereitet mit grossen Tempo etwas zu liefern. Schon bei der Begrüssungsrede und Aufteilung in Gruppen merkten wir, dass das Leben hier einem anderen Rhythmus unterliegt als dem, den wir gewohnt sind. Es war wie eine Entschleunigung Therapie. Die Gemütlichkeit ist Teil der Philosophie, die das Leben auch für die Tiere so wertvoll macht. Wir haben in der Wiese Steine gesammelt, gemistet, eine kleine Wiese eingezäunt, die Pferde geputzt und durch der Wald spaziert, die trockene Äste abgesägt. Alles unter fachmännischer Anleitung und ausgerüstet mit den notwendigen Hilfsmitteln. Es hat richtig Spass gemacht und fühlte sich richtig gut an.

Für die geleistete Arbeit wurde auch eine hervorragende Pause mit unglaublichen Leckereien angeboten. Alles Essbare war streng vegan ohne tierischen Beitrag. Geschmeckt hat es hervorragend.

Am meisten war ich aber beeindruckt von all den freiwilligen Helfern, die regelmässig dabei sind, ihre Wochenenden investieren, aushelfen, Geld sammeln, damit die Ziegen, Munis, Hühner, Truthähne es gut haben.

Wir haben gearbeitet und etwas geleistet, wir haben Geld gespendet. Es fühlte sich toll an. Die Möglichkeit es zu tun steht allen offen.

Comicstrip

Tante Martha

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