Michaela Merz


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Ich bin ja blöd!!!


Es gibt eine Menge Projekte, die ich derzeit bewältigen muss. Eigentlich ist mein Kalender ausgebucht und neue Sachen haben bis ende Oktober gar keinen Platz. Aber als der Anruf kam, war mir klar, dass es ein Notfall ist und ich helfen muss. Ich musste alle meine Termine ändern, mich bei einer Menge von Leuten entschuldigen und neue Termine abmachen. Der Freitag war somit voll und von Morgen bis zum Abend ausgebucht. Da ich viel reise, bin ich organisiert und das Packen fällt mir leicht. Aber wegen dieser Ausnahmesituation musste ich noch eine Tasche mitnehmen.

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Kann man wirklich alles haben?


Susanne ist als junge Frau in die Politik eingestiegen. Sie war eine Ausnahmeerscheinung. Hübsch, klug, nett, kaum volljährig, hohe moralische Anforderungen für die Menschen um sie herum und vor allem an sich selber. Es gab keine Sitzung, zu der sie unvorbereitet erschien. Es gab kein Thema, in die sie nicht bereit war sich reinzuknien und es zu verstehen. Es waren unendliche Stunden, die sie in die Parteiarbeit eingesteckt hatte. Fünf Abende pro Woche auswärts waren keine Seltenheit.

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Wohngemeinschaft


484814_web_R_by_Dieter Schütz_pixelio.deEs hat vor längerer Zeit angefangen. Irgendwann fragte mich meine Freundin, eine Professorin an der Universität, ob ich nicht ein Zimmer für eine chinesische Studentin für 6 Monate hätte. Ich hatte ein freies Schlafzimmer, aber nicht wirklich darüber nachgedacht, ob ich es vermieten will. Meine Freundin versprach mir, dass wenn es überhaupt nicht geht, wird die Studentin bei ihrem Doktorvater auf das Sofa in Wohnzimmer umziehen. Continue reading


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Tante Martha


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Ich bin privilegiert. Die Leute, die mit mir zusammenarbeiten, sind es ebenfalls. Wir haben eine spannende, herausfordernde Arbeit. Wir beschäftigen uns mit Sachen, die vielleicht in einem Monat als Wirtschaftsereignis des Monats auf dem Titelblatt der Wirtschaftszeitung stehen. Wir sind umgeben von hochmotivierten, klugen, erfahrenen Leuten, bei denen man das gesamte Wissen über Wirtschaft mit einem einfachen Telefonat abholen kann. Wir werden gefördert, weitergebildet, zu gefragten Spezialisten gemacht. Gleichzeitig hat das Team einen starken Zusammenhalt, hilft sich gegenseitig und steht einem bei, wenn es mal schwierig wird. Continue reading


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Was macht man am Sonntag in Basel bei 38 Grad


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Mein jüngster (8) und seine Cousine (6) können zusammen gut spielen. Wir haben aber abgemacht, dass wir gemeinsam einen spannenden, erlebnisreichen Tag in Basel verbringen. Das sollte nicht so schwierig sein, da Basel einiges zu bieten hat. Die einzige Herausforderung ist, dass es 38 Grad im Schatten hat. Nach paar Schritten an der Sonne wird man unfreiwillig zu eine Schweissfontäne. Darum haben wir uns gefragt, was macht man bei 38 Grad? Continue reading


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Angst


715376_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deIn der Brust von Cora schlagen zwei Herzen. Ein Löwenherz, das sie dazu gebracht hatte, dass sie sich in Auseinandersetzungen begab, wo eigentlich von vorne herein klar war, dass sie verlieren musste. Cora war fünf Jahre alt und für ihr Alter unglaublich klein und schmal. In der Vorschulklasse war sie die Kleinste. Dank ihres grossen Gerechtigkeitssinns und ihrer Alphatier-Mentalität war sie wiederholt in Streit verwickelt. Continue reading


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Leben retten


Mit meinem Jüngsten (7) waren wir mit dem Velo unterwegs. Plötzlich sahen wir eine grosse, fast schwarze Pfütze, die sich bewegte. Wir hielten an und beobachteten unzählige kleine schwarze Kaulquappen wie sie hin und her schwammen und die durch uns beobachtete Bewegung erzeugten. Wir standen da, fasziniert und gefesselt. Es waren so viele kleine Tierchen auf engem Raum gedrängt. Wir begannen zu überlegen, Continue reading