Michaela Merz

Velofahrer in Zürich

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Ich bin alles, sowohl eine Fussgängerin, eine Velofahrerin wie auch eine Autofahrerin.

Aber ich fürchte nichts so sehr wie die Velofahrer in der Stadt. Es scheint, dass es für sie keine Gesetze gibt oder besser gesagt, dass sie sich an keine halten. Sie verhalten sich ab und zu als Fussgänger, wenn sie die Strasse auf dem Fussgängerstreifen fahrend überqueren und mit einer arroganten Selbstverständlichkeit vor den Fahrzeugen auf der Strasse Vortritt verlangen, nur weil sie sich auf dem Fussgängerstreifen bewegen.

Oft sind sie auf dem Trottoir anzutreffen, aber leider nicht nur dort, wo der Autoverkehr dicht ist und es für sie kaum Ausweichmöglichkeiten gibt, sondern auch in ruhigen Quartierstrassen. Sie fahren ungeniert über rot egal auf welcher Kreuzung und ich begegne mehr von denjenigen, die bei Rot fahren als diejenigen, die anhalten. Sie tragen Ohrstöpseln und sind entweder am Musikhören oder am Telefonieren. Die Aussage, dass sie damit hauptsächlich sich selber gefährden stimmt nur bedingt.

Ich war mit meinem Jüngsten am Samstagvormittag in der Bahnhofstrasse und wartete mit ihm beim Urania auf grün. Es kam grün und eine Masse von Fussgängern begann sich von beiden Seiten zu bewegen. In dem Moment raste mitten auf der Strasse ein einsamer Velofahrer auf einem Rennvelo mit sehr hoher Geschwindigkeit daher. Es waren Zentimeter, die ihn von den Leuten trennten. Anhalten als Fussgänger macht nicht viel Sinn, weil die hinter einem werden in einen hineinlaufen. Ich spürte den Windzug des Velos und drückte die Hand meines Jüngsten und hinderte ihn am Weitergehen. Es grenzte an Wunder, dass der Velofahrer niemanden touchierte.

Gestern Morgen um 6 Uhr bin ich durch eine 30er Zone sehr langsam etwa 20km/h gefahren. Plötzlich kam von links ein Velofahrer. Ich hatte Vorrang. Er war sehr schnell, ich schätzte etwa 30 km pro Stunde. Ich stand auf der Bremse und ich glaube wir verdanken es einem Wunder und meiner niedrigen Geschwindigkeit, dass nichts passierte. Ich war im Schock. Ich hatte Vorrang, ich machte alles richtig und trotzdem trennten uns Zentimeter von einem verheerenden Ereignis.

Mit 18 wollte ich immer Recht haben, koste es was wolle. Heute zählt das Resultat. Es würde mich sehr belasten, wenn ich jemanden verletzen und zum Invaliden machen würde, auch wenn es nicht meine Schuld sein wird, sondern seine.

Velofahrer besinnt euch auf die Regeln!! Sie sind zu eurem eigenen Schutz da.

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