Michaela Merz


Leave a comment

Poncelet polygons sitting in a special projective pencil are affinely regular


Ich war an der mathematischen Fakultät der Universität Zürich um mir Resultate einer Arbeit anzuhören.

Ich verstand schon, um was es geht, nämlich, dass es möglich ist ein Polygon in einer Ellipse regelmässig zu drehen. Aber ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich eigentlich nur Bahnhof verstand.

Continue reading


Leave a comment

Mehrlinge


MehrlingeIch habe mir immer gewünscht eine eineiige Schwester zu haben. Einer der Wünsche, der im Bereich des was wäre wenn bleibt.

Im Verlauf der Jahre habe ich in meinem Bekanntenkreis einige Zwillinge und Drillinge erlebt. Ich mag mich gut erinnern wie unser Kollege Davide mit der Nachricht gekommen ist, dass seine Frau das zweite Kind erwartet. Continue reading


Leave a comment

Heimweh


725911_original_R_K_B_by_Lupo_pixelio.deIch kenne es. Als Kind habe ich grauenhaft darunter gelitten. Das Ritual hat sich jedes Jahr wiederholt. Meine Mutter fragte mich im Winter, ob ich im Sommer ins Kindersommerlager fahren wolle. Ich wollte und sagte ja. Kurz danach begannen mich die Zweifel zu plagen, ob meine Entscheidung richtig war. Ich wusste, ich würde wie jedes Mal Heimweh haben. Continue reading


Leave a comment

Altern ist nichts für Feiglinge


Wenn ich meine Eltern beobachte, die als nächsten runden Geburtstag den 80. feiern werden, beschleicht mich jedes Mal ein komisches Gefühl. Ich freue mich sie zu haben und in ihrer Gegenwart immer wieder in die Kindheit zurückzukehren, weil die Mutter jedes Mal moniert, dass ich zu wenig esse und Vaters Belehrungen Continue reading


Leave a comment

Die 6 Toten von der Bushaltestelle


Alle meine Schulferien verbrachte ich in einem winzigen Dorf an der tschechisch-deutschen Grenze. In dem Dorf waren 3 Häuser ganzjährig bewohnt und 3 während der Sommerferien. In den 3 ganzjährig bewohnten Häusern lebten aber 10 Kinder. Ein kleines Bullerbü. An Spielkameraden hat es mir dort nie gemangelt. Der Rest des Dorfes waren Ruinen. Vor dem 2. Weltkrieg bestand das Dorf aus 36 Häusern, einem Schulhaus und einem Gasthof, in der Umgebung waren vier Mühlen. Continue reading


Leave a comment

Schlaflos in San Jose


Ich schlafe gut. Das ist ein Geschenk, dessen Wichtigkeit man sich erst bewusst wird, wenn man nicht mehr schlafen kann.

Als Kind hatte ich einen extrem tiefen Schlaf. Es gab nichts, was mich wecken konnte. Wir haben in einem Hochhaus im 9. Stock gewohnt. Eines Nachts als ich schon schlief, sind die Nachbarn vorbeigekommen und haben meine Eltern auf einen Drink eingeladen. Das war 5 Meter weit von meinem Bett entfernt hinter der Wand. Continue reading


Leave a comment

Die irische Geschichte


Ich war in einer kleinen irischen Stadt für einen Tag zu Besuch. Am späten Nachmittag machte ich mich auf, die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Es war eine kleine überschaubare Stadt und es gab nicht sehr viel Historisches zu sehen. Ich landete bei einer winzigen Kirche, umgeben von einem kleinen Friedhof. Er war sehr einfach, mit nur wenigen Steinen ohne jeden Schmuck und Blumen. Nur die Inschriften auf den Grabsteinen erzählten kleine Geschichten. Continue reading