Michaela Merz

Annie Leibowitz

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annie-leibovitz-6Ich war hungrig nach Eindrücken und Inspiration. Ein mit Kultur vollgepacktes Wochenende musste her.

Ich begann leichtfüssig mit Art on Ice 2017 am Freitagabend. Das ist Unterhaltung der leichteren Art, die Musik der Superklasse und Eiskunstlauf der Weltmeister verbindet. Letztes Jahr war es einfach mitreissend und ich hatte mich sehr gefreut. Wie so oft, wenn die Erwartungen hoch sind, ist die klassische Komposition nicht weit. Ganz nach dem Motto: Die Erwartung wird gefolgt von der Enttäuschung.

Das Zürcher Kammerorchester und Jim Morrison haben schon toll gespielt aber die sportlichen Höhepunkte waren dünn gesät oder im Vergleich zum Vorjahr ausgeblieben. Ich habe mich dabei ertappt, auf die Uhr zu schauen und am Ende war ich froh nach Hause zu gehen. Wenn dies das erste Mal gewesen wäre, wäre es ok, aber als Wiederholungstäterin muss ich sagen, dass mich das viele Geld (fast 130 Franken) doch gereut hat.

Dafür war der Samstagabend, wo der Eintritt 20 Franken kostete, jeden Rappen wert, respektive zu billig im Verhältnis zu den Spitzenleistungen, die an der Bühne angeboten wurden. Im Comedyhaus hat ein Wettkampf im Improvisationstheater mit dem Namen Maestro stattgefunden. Die Ideen, die Umsetzung, die Überraschungen und die Ausgeglichenheit des Könnens der verschiedenen Darbietenden, haben mir einen Abend voller Lachen beschert. Als der Sieger (wieder ein Mann) gekürt wurde, habe ich mich gewundert, wie schnell der Abend vorbeigerast ist. Ich wäre noch gerne sitzen geblieben und hätte einer nächsten Runde gelauscht.

Dafür war ich am Sonntagmorgen schon um zehn Uhr im EWZ Selnau, damit ich bei der Eröffnung der Fotoausstellung über starke Frauen von Annie Leibowitz in Ruhe und ohne Stau dabei sein konnte. Wie naiv war ich! Die gleiche Idee hatten schon 3 Dutzend andere Leute gehabt. Es war voll von Anfang an. Die Bilder sind atemraubend, stilistisch perfekt, stark in ihren Aussagen, überraschend und unheimlich anziehend. Es fiel mir schwer mich von Ihnen nach zwei Stunden staunen wegzureissen. Ich hätte dort den ganzen Tag stehen bleiben können. Die Ausstellung war gratis. Das zeigt noch mal, dass das ausgegebene Geld in keinem Verhältnis zur Qualität des Erlebten steht. Man hat sogar nach der Ausstellung noch einen super Espresso ohne Bezahlung bekommen. Wer meint, das war gratis, täuscht sich. Sponsor ist die UBS und ich denke, die will meine Sympathie, weil sie mit dem Geld, dass ich bei ihr hinterlege, auch etwas wirklich Tolles auf die Beine stellen. Das Einzige, was störte, war die miese Beleuchtung, die es sehr erschwerte, die Bilder in ihrer ganzen Grossartigkeit anschauen zu können. Eine Taschenlampe wäre angebracht.

Falls ihr die Ausstellung sehen wollt, dann beeilt euch. Sie ist in Zürich nur noch bis zum 19ten Februar zu sehen. Für die, die dies mit Lachen am Vorabend verbinden wollen, hier noch das Programm des Comedyhaus in Zürich.

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