Die Richterin – eine Geschichte, die mir letzte Woche erzählt wurde


Nach der Matura studierte Jana Recht. Irgendwie hat es sich so ergeben, dass sie Richterin wurde. Eine Scheidung am Morgen, dann ein Erbstreit, nach dem Mittagessen ein Nachbarschaftsstreit und zum Abschluss nochmals eine Scheidung.

Mit ihrem Freund Karl lebte sie in seinem grossen Haus, ging gerne ins Kino und Theater, las viel und liebte es vor der Dämmerung durch den angrenzenden Wald zu spazieren. Kinder hatten sie keine. Es war eine gute Beziehung, man gewöhnt sich an die Fehler und wird mit der Zeit tolerant gegenüber den Schwächen des Anderen. 20 Jahre sind verflogen wie im Nu. Read More »

Magda erzählt mir ihre Geschichte


Magda erzählte mir die Geschichte, die mehr als 50 Jahre zurücklag. Magda war damals nicht einmal 10 Jahre alt. Sie war sehr klein und dünn und die Leute schätzten sie um 3 bis 4 Jahre jünger als sie es tatsächlich war. In der Nachbarschaft gab es viele Kinder mit denen Magda spielte. Eine von ihnen war Elena. Magda mochte Elena nicht besonders aber bei Gruppenspiele waren immer beide dabei. Sie waren fast gleich alt aber Elena war fast um zwei Köpfe grösser als Magda und dazu etwa 15 Kilo schwerer.

Bei einem Streit, wie es ihn zwischen Kindern gibt, nahm Elena Magda ihre Puppe weg und hielt sie hoch in die Luft, so das Magda sie nicht erreichen konnte. Magda sprang hoch aber Elena lachte nur, weil sie wusste, dass Magda keine Chance hatte. Magda war mittlerweile ziemlich wütend und schlug gegen Elena. Die überraschte Elena liess die Puppe zu Boden fallen und stand mit dem Fuss auf deren Gesicht. Magda wurde fast schwarz vor den Augen vor Wut. Ihre Lieblingspuppe im Dreck, vielleicht zerstört. Magda begann gegen Elena zu schlagen aber die grössere Elena hielt ihre Arme gestreckt und verunmöglichte es Magda sie mit den kleinen Fäusten am Körper zu treffen. Magda änderte die Strategie und begann Elena an den Armen heftig zu kratzen. Elena schrie von Schmerz und es dauerte nicht lange und sie ist weinend weggerannt. Magda hob ihre Puppe von Boden. Das Plastikgesicht der Puppe war eingedrückt, ihr Kleidchen war zerrissen und die Puppe dreckig.

Magda putzte ihre Puppe. Es dauerte fast eine Stunde bis es ihr gelungen ist das Plastikgesicht der Puppe wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Mit dem Kleid könnte sie nichts machen. Als sie nach Hause kam, bestellte ihre Mutter sie in der Küche zum Gespräch.

Die Mutter von Elena war bereits bei ihrer Mutter vorbeigekommen und hat sich über Magda beschwert. Da beide Mütter sehr eng befreundet waren und sich sehr gut verstanden hatten, bekam Magda nicht mal eine Chance ihren Teil der Geschichte zu präsentieren. Magda musste sich bücken und wurde von der Mutter mit dem Holzlöffel 10-mal auf den Hintern geschlagen. Es tat dort weh aber nicht so wie der Seelenschmerz, den Magda erlitt. Sie verteidigte sich doch nur gegen Elena, sie verteidigte nur ihre Puppe. Und was geht es die Mütter überhaupt an, das war doch Angelegenheit zwischen ihr und Elena. Die Ungerechtigkeit der Schläge, die Demütigung von damals waren noch heute nach 50 Jahren aus der Erzählung zu spüren.

Es führte dazu, dass Magda auch kein wirkliches Vertrauensverhältnis zu ihre Mutter aufbaute. Aber es führte auch dazu, dass sie kein einziges Mal in ihrem Leben eines ihrer vielen Kinder geschlagen hat. Sie hatte ihre Lektion der Ohnmacht gelernt.

Bildquelle: www.pascalcorbat.com

Magda told me her story


Magda told me the story, which happened more than 50 years ago. Magda was then not even 10 years old. She was very small and thin and the people thought that she was 3 or 4 years younger than she really was. In the neighbourhood there were many children Magda played with. One of them was Elena. Magda didn’t particularly like Elena but when they played in groups both always joined in. They were almost the same age but Elena was almost two heads taller than Magda and about 15 kilos heavier.

In a quarrel, as happens between children, Elena grabbed Magda’s doll and held it high in the air, so that Magda could not reach it. Magda jumped as high as she could but Elena only laughed, because she knew that Magda had no chance. In the meantime Magda had become quite angry and tried to hit Elena. Elena, surprised, let the doll fall to the ground and stood with one foot on its face. Magda saw red with anger. Her favourite doll in the dirt, possibly destroyed. Magda began to hit out at Elena, but Elena, being taller, stretched out her arms and prevented Magda from reaching her body with her small fists. Magda changed her strategy and began to scratch Elena’s arms fiercely. Elena screamed with pain and it wasn’t long before she ran off in tears. Magda picked up her doll. The doll’s plastic face was dented, its dress was torn and the doll covered in dirt.

Magda washed her doll. It took almost an hour before she succeeded in restoring the doll’s plastic face to its original form. With the dress she could do nothing. When she got home, her mother called her into the kitchen for a talk.

Elena’s mother had already visited her mother and complained about Magda. As both mothers were very close friends and got on well with one another, Magda didn’t get a chance to tell her side of the story. Magda had to bend over and her mother spanked her bottom 10 times with a wooden spoon. It hurt there, but not so much as the emotional pain that Magda felt. She had only defended herself against Elena, she had only defended her doll. And what had the mothers do to with the matter, it was something between her and Elena. After 50 years one could still feel from the story the injustice of the smacks, the humiliation suffered then.

The result was that Magda did not build up a real bond of trust with her mother. But another result was that throughout her life she never once struck one of her many children. She had learned her lesson the hard way.

Image source: www.pascalcorbat.com

Daniel Eisenhut: Ein Künstler porträtiert Chefinnen


100 Porträts von Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch haben sie alle etwas gemeinsam: einen Job in einer Führungsposition.

Gemalt hat die Porträts er: der israelisch-schweizerische Künstler Daniel Eisenhut. Für den 43-Jährigen ist klar, dass Frauen genauso «Stärke und Erfolg» ausstrahlen wie Männer.Read More »

Madrid in a state of emergency


We planned to go and see a flamenco performance and spend the rest of the evening drinking a good wine, eating tapas and just having a nice night out.

On our way to the theatre, we noticed that the streets were being barred and that there were police officers everywhere. Read More »

Madrid im Ausnahmezustand


Geplant war, dass wir eine Flamenco Show der Extraklasse besuchen und danach bei gutem Wein und Tapas den Abend mit Plaudern verbringen würden.

Unterwegs zum Theater zeigte sich , dass die Strassen gesperrt waren und die Polizeipräsenz massiv. Der Taxifahrer kapitulierte und empfahl uns die U-Bahn zu nehmen. Die Metro ist toll in Madrid aber wer hat schon Lust sich an einem warmen, sonnigen Nachmittag wie ein Mehlwurm zum Ziel bewegen, wenn man die lebendigen, in Sonne gebadeten Strassen mit ihrem betäubenden Frühlingsduft der blühenden Pflanzen nehmen kann. Google Maps hilft immer sicher zum Ziel zu kommen und das erst noch mit Angabe der Zeit.

Wir sind los gelaufen und konnten uns kaum satt sehen an der lebendigen Stadt. Je näher wir zum Zentrum kamen umso mehr Polizei gab es. Der Grund war uns unklar. Und dann sahen wir eine Demonstration. Es war keine grosse Masse von erbosten Leuten, es wirkte fast friedlich. Mit unseren mangelhaften Spanischkenntnissen erfuhren wir, dass es eigentlich eine Frauendemonstration im Zusammenhang mit einem mildem Richterspruch im Fall einer Vergewaltigung ist. Irgendwie war aber nicht logisch, warum es so viel Polizei gab, da die Demonstranten entspannt und nett wirkten.

Da erreichten wir schon das Theater und erlebten eine Stunde grenzenlose getanzte und gesungene Leidenschaft. Es war so schön  und mitreissend, dass ich das Gefühl hatte, dass es sehr kurz war.

Erst im Restaurant habe ich als Nicht-Fussball Fan nun endlich verstanden, warum es eigentlich so viel Polizei gab. Athlético Madrid spielte im fernen Frankreich um den Titel in der Europa League. Und sie haben gewonnen. Was dann am nächsten Tag los ging war eine riesen Party in den Strassen von Madrid.

Wie so oft war der Aufenthalt in Madrid spannend, aktionsreich, mit gutem Wein und Essen, mit netten und zuvorkommenden Leuten. Falls ihr ein verlängertes Wochenende plant, ist Madrid eine Destination, die nicht enttäuscht.

New Blog for Pharma & Life Sciences


Please join me in welcoming my colleague Dr. Sandra Ragaz into the world of blogging.

Sandra Ragaz is specialised in the area of Pharma & Life Scienes. She has been working for over 10 years at PwC and is a trusted partner for Pharma & Life Sciences clients – start-ups, SMEs and international multinationals.Read More »

Viktor Ivanovic


Viktor Ivanovic hat schon bessere Zeiten erlebt. Heute benötigt er Sozialhilfe, weil das Geld bei ihm in den letzten 10 Jahren immer knapp war. Es machte ihm jedoch nicht viel aus. Er konnte stundenlang auf der Piazza sitzen, das Treiben auf der Strasse und auf dem See beobachten, sich das Gesicht von der Sonne wärmen lassen und war zufrieden. Read More »

Greta und Berta


Greta und Berta waren Zwillinge. Obwohl sie Zwillinge waren, waren sie sehr unterschiedlich. Ab und zu dachte ich, dass es fast nicht sein kann, dass die beiden überhaupt verwandt sind.Read More »

Greta and Berta


Greta and Berta were twins. Although they were twins, they were quite different from one another. Sometimes I thought that it is almost impossible that the two are even related.Read More »