Michaela Merz


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Offene Rennbahn Oerlikon – Verlängerung der Ferien


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Der Sommer geht zu Ende. Wir sind zurück aus den Ferien und der Alltag hat wieder begonnen. Aber da draussen noch Sommer in Höchstform herrscht, versuchen wir uns mit dem Unvermeidlichen auseinander zu setzen. Nach der Arbeit und der Schule machen wir mit meinen Jüngsten Sachen, die die Ferienstimmung verlängern. Continue reading


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Wir haben ein Portemonnaie gefunden – wer vermisst es? Bitte helft, den Eigentümer zu finden


Wir haben dieses Portemonnaie gefunden. Jemand ist jetzt elends traurig und niedergeschlagen. Wir brauchen eure Hilfe die Eigentümerin zu finden. Bitte verbreite diese Nachricht, weil ich habe behauptet, dass wir die Eigentümerin mit Hilfe des Internets eher finden werden, als wenn wir die Geldbörse einfach im Fundbüro abgeben. Continue reading


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Die furchteinflössendste Schaukel der Welt


Alle fahren in die Ferien ins Ausland. Ich fühle mich fast schuldig, weil ich will gerne in der Schweiz bleiben. Es gibt so viel zu entdecken und das beste daran ist, man kann sich etliche unangenehme Überraschungen sparen. Man weiss nämlich was man bekommt.

Ein Teil der Ferien hat uns nach Grindelwald geführt. Ich war dort unzählige Male aber im Winter. Im Hochsommer aber noch nie. Man kann die Ortschaft wie alle die arabischen und asiatischen Touristen entdecken: die 10 Orte, die man besuchen muss oder man kann sich für die leise Entdeckung ausserhalb der grossen Touristenströme entscheiden. Wir haben den Mittelweg gewählt. Zu Fuss nach Pfingstegg zum Rodeln. Das Blut friert einem in den Adern, wen man sieht wie sich die arabischen Touristinnen, verschleiert von Kopf bis Fuss in die Rodelschlitten setzen und ihre verschiedene Stoffschichten hinter ihnen wehen. Ich habe einmal gelesen, dass Josephine Baker durch ihren Schal im fahrenden Auto stranguliert wurde. Vielleicht stimmt diese Geschichteauch nicht aber seitdem muss ich an diese grauenhafte Todesart denken, wenn ich solche wehenden Kleider sehe. Ich habe verstanden, dass das Personal, weil so viele arabische Touristen gibt, kommen, sogar arabisch spricht. Jetzt muss den dieses den Touristen nur noch erklären, dass so wehende Stoffe beim Rodeln lebensgefährlich sein können.

Anschliessend fuhren wir zu einem Marmorbruch, um zu sehen woher der Türrahmen kommt, der im Bundeshaus steht und weiter bis zur Gletscherschlucht. 1 Kilometer Stege und Tunnel, bis zu 300 Meter hohe Felswände, ein rauschendes, erfrischend kaltes Erlebnis. Wenn es irgendwo einen klaren Beweis gibt, dass sich das Klima erwärmt, dann ist es dort. Vor Jahren endete der Steg beim Gletscher, quasi ein Gletscher zum Anfassen. Mittlerweile hat sich der Gletscher 2.5 km zurückgezogen. Die Prognose sagt, dass es in Jahr 2050 dort keinen Gletscher mehr geben wird. In der Schlucht ist es etwa 14 Grad, weil das Wasser, das da mit ohrenbetäubendem Lärm fliesst, vom Gletscher selber kommt. Und das bei einer Temperatur von 35 Grad in Schatten ausserhalb der Schlucht. Das erste Highlight ist das 170 m2 grosse begehbare Netz, welches 7 Meter über dem reissenden Gletscherbach gespannt ist. Man braucht Mut und Geschick dort reinzuklettern. Es lohnt sich. Ein beflügelndes Erlebnis.

Das nächste Highlight ist die Schlucht Schaukel. Man lässt sich aus 300 m Höhe fallen und fliegt erst nach unten wie ein Stein und dann schwingt man auf dem Seil in der Schlucht hin und Herr wie ein Pendel. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl, weil der Körper so viele Stresshormone ausgeschüttet hat.

Man kann in dem Bach im Gletscherwasser baden aber der Spass ist von kurzer Dauer, weil das Wasser schmerzhaft kalt ist, wie wir mit meinem Jüngsten selber erfahren haben.

Jeden Mittwoch am Abend gibt es ein Strassenfest im Dorf mit Trank, Musik und vielem Lustigen. Das war ein toller Abschluss eines fantastischen Tages. Wir haben einen super Ferientag erlebt. Wir haben gar keinen CO2 Ausstoss verursacht , da wir ausschliesslich zu Fuss waren, wir haben die einheimische Wirtschaft unterstützt und so zum Erhalt von Arbeitsplätzen im Land beigetragen. Schlussendlich haben wir auch noch durch die bezahlte Mehrwertsteuer die Steuereinnahmen des Bundes erhöht. Einfach eine WIN/WIN Situation.

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Tripsdrill – der erste deutsche Erlebnispark


Was das Kinderherz begehrt? Gute Spielplätze, Tiere zum Bestaunen und Streicheln. Wasserbahnen, Loopingbahnen, Pferdekutschen, Böötli, Karusselle, Spiele und in einem Baumhaus zu Übernachten. Was des Mutters Herz in so einem Kinderparadies begehrt? Genug saubere Toiletten, Verpflegung die nicht nur aus Pommes und Süssigkeiten besteht. Preise, die nicht zum Bankrott führen, gar keinen Wartestau bei den Attraktionen, Sauberkeit und eine gepflegte Umgebung.

Wir hatten einfach Glück. Es ist zweite Hälfte April und die Temperatur klettert fast auf 30 Grad. Sommer am Anfang des Frühlings. Die Deutschen sind in der Schule und wir in der Schweiz haben Frühlingsferien. Der Park ist leer und Stau gibt es gar keinen. Im Jahre 278 n Chr. von den Römern Trephonis Trulla getauft, bezeichnete der Name im Volksmund auch einen Ort, an dem alles Unmögliche möglich ist. 1890 tauchte das erste Bild der sagenumwobenen Altweibermühle zu Tripsdrill auf. In Wirklichkeit wird sie 1929 von Eugen Fischer gebaut. Dies war die Geburtsstunde von Deutschlands erstem Erlebnispark.

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Es gibt in Tripsdrill alles, was das Herz begehrt. Es ist nicht kitschig, mit sehr vielen Ausstellungen über das Leben und Arbeiten in der Vergangenheit. Inmitten der Weinberge, mit Weinausstellung und Degustation, haben wir in einem Wildpark in einem Baumhaus gewohnt. Am Morgen weckte uns das Maulen der Wölfe, die 300 Meter von uns entfernt schliefen. Wir haben 100 Attraktionen besucht, gespielt, gelacht, gegessen, die Esel gefüttert, die Zwergziegen gestreichelt. Ich bin in eine Altweibermühle gestiegen, wurde nass aber nicht wirklich hübscher und jünger. Mir hat der Heiratsmarkt mit allen Angeboten sehr gefallen.

Wir sind mit der Wiege gefahren, haben Zwillinge aus dem Brunnen gezogen und bestaunten den Hochzeitsumzug und den kernigen deutsche Humor. Drei Tage Spass ohne Ende, super Schlaf in den Baumwipfeln mit nächtlichen Waldgeräuschen, die uns aber nicht im Geringsten störten, weil wir jeden Abend mit meinem Jüngsten so hundemüde waren. Einfach nur glückliche, erfüllte Tage.

Der Erlebnispark schliesst jeden Abend um sechs Uhr. Bei einer unserer fast letzten Fahrten hat uns der Herr gefragt, wo wir wohnen. Ich sagte in dem Baumhaus um die Ecke. Er zwinkerte mir zu und fragte, ob wir noch Platz haben. Ich habe ihn enttäuscht, schliesslich waren wir nicht allein sondern zu viert in den Ferien. Demzufolge zeigt sich, dass man da sogar noch Anschluss findet. Für alle Singles wie auch glückliche Paare oder Familien, ich kann es nur empfehlen.


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Warum ich keine Angst vor grossen Tieren habe


 

Als ich 5 Jahre alt war, verbrachte ich den Sommer mit meiner Mutter und meiner Grossmutter in einem winzig kleinen Dorf bestehend aus 5 bewohnten Häusern. Es war mein letzter Sommer vor dem Eintritt in die Schule. Meine grösste Sorge damals war, dass ich ständig für einen Knaben gehalten wurde. Ich war winzig klein, hatte knapp 20 Kilo und kurz geschnittene Haare. Ich sah wie ein Junge aus, fühlte mich aber voll mädchenhaft. Meine Umgebung sah es aber nicht immer und nicht auf Anhieb. Continue reading


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Ostern in Madrid


Ich weiss, dass es am Ostern Schnee geben kann. Wie dieses Jahr in der Schweiz. Für mich gehört sich das aber nicht, weil Ostern sollte Frühling signalisieren. Blühende Bäume, laute Vögel, erwachendes Leben.

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So sind wir der grössten Kälte in Richtung Südwest weggelaufen. Nein warm war es in Madrid auch nicht wirklich. Nur wenn Sonne schien war der Frühling spürbar. Ohne warme Mütze und meine Handschuhe wäre es eine wirklich kalte Angelegenheit gewesen. Die Leute waren aber unheimlich warm, nett und gesprächig. Leider zeigte sich, dass sich seit meinem Besuch vor 6 Jahren, was die Kenntnisse der englischen Sprache anbetrifft, nicht viel geändert hat. Wir haben uns des Google translators bedient und uns nicht schlecht durchgeschlagen. Was man dort so alles erleben kann: Eine Ostermesse mit festlich gekleideten Leuten besuchen, eine Procesion bestaunen, wo der Jesus Kristi auf dem Weg zur Kreuzigung ausgepeitscht wird, begleitet durch Leute, die eine Kopfbedeckung wie der Ku Klux Klan trugen. Den Prado besuchen und sich paar Bilder von Goya und Hieronymus Bosch herauspicken und sie lange bestaunen. Eine Flamenco Show besuchen und sich satt sehen an der Lebensfreude, Leidenschaft und völliger Hingabe. Die vielen Schuhgeschäfte bestaunen und Modelle, die man in ihrer Farbigkeit und Fantasie nie in der Schweiz sieht, ausprobieren.

Unser Hotel hat nach vollständiger Renovation 2 Tage vor unserer Ankunft eröffnet. Das Personal war unheimlich nett und zuvorkommend. Für die unglaubliche Gastfreundschaft haben wir Ihnen alles andere verzeihen. Ja es hat verschiedene Mängel gegeben. Wenn alles neu ist, gibt es da und dort letzte kleine Dinge, die nicht so sind wie sie sein sollten. Das fehlende warme Wasser war aber schwer zu verkraften.
Es ist nicht so, dass es gar keines gab aber es war nicht einfach abzuschätzen, wann. Einmal nach dem morgigen Rennen durch die stille noch schlafende Stadt musste ich mich unter die kalte Dusche stellen. Mit Lichtgeschwindigkeit war ich fertig.

Madrid lohnt sich. Wegen der Atmosphäre, der Lebendigkeit, der Musik, den Leuten, der gelebten Freundlichkeit. Warm duschen kann man auch zu Hause.


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Die USA und ihre Klimaanlagen


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Ich bin zurück von meiner Reise durch Florida. Es war der kälteste Januar seit 29 Jahren. Es gab Schnee, die Leguane fielen wegen der Kälte von den Bäumen und die kältempfindlichen Seekühe suchten nach geschützten Buchten und drängten sich in grossen Mengen auf ganz kleinen Flächen, um sich warm zu halten. Und trotzdem sind alle Klimaanlagen auf voller Leistung gelaufen. Ich habe es noch nie verstanden aber ich wäre extrem dankbar, wenn es mir jemand erklären würde. Warum werden die Räumlichkeiten in Restaurants, Hotels, Theater, Kongresshallen auf eine Temperatur abgekühlt, wo sich kaum ein Mensch wohl fühlen kann? Oder vielleicht bin ich die Ausnahme und die Mehrheit der Amerikaner liebt es, sich dick einzupacken, um im Stande zu sein ein paar Stunden ohne Bewegung zu überstehen und nicht wie die Leguane vom Stuhl zu fallen? Oder vielleicht werden die Amerikaner von klein auf an tiefe Temperaturen gewöhnt oder vielleicht ist die Kälte der Inbegriff des Reichtums? Ich weiss es nicht.

Ich habe es überall beobachtet und in allen Städten, die ich besucht habe erlebt – New York, Boston, Washington, Saratoga, Miami, San Francisco usw. Die Raumtemperatur schwankt zwischen 13 und 16 Grad Celsius. An Sommergarderobe ist nicht zu denken. Es war verblüffend die Besucher eines der teuersten Restaurants in Miami Beach zu beobachten. Der Einlass ist Punkt 7 am Abend. Vorher wird niemand reingelassen. Man wartet vor dem Eingang in einer Menschenmenge bis es 7 Uhr geschlagen hat. Einige wenige Damen sind bekleidet mit einem Hauch von Nichts – Sommer Träume von Kleidern – schlussendlich ist es draussen trotz Januar immer noch fast 19 Grad. Der grosse Teil ist jedoch sehr gut bekleidet.

Die Temperatur im Restaurant ist extrem tief, ich wage nicht mal zu schätzen und die Decke ist mit vielen Öffnungen bestückt, die gnadenlos und ohne Pause kalte Luft blasen. Nach 10 Minuten habe ich kalt bekommen und da hatte ich eine lange Hose und einen Pullover an. Einige Leute sassen beim Nachtessen in Jacken da und zwei Damen sind mit Wintermützen gekommen und haben sie anbehalten. Oh ich sehnte mich in dem Moment nach so einer Mütze. Welche Bekleidung hätte bei mir zu einem optimalen Körpergefühl geführt? Wohl ein Schal, eine Mütze und noch ein Pullover. Und bitte denke nun nicht ich bin ein „Gfrörli“. Bin ich nicht! Ich war am besagten Tag im Meer schwimmen und es war herrlich – schliesslich war die Wassertemperatur höher als die Lufttemperatur. Aber vielleicht wollen die Restaurants gar nicht, dass die Leute gemütlich sitzen bleiben. Sie sollen essen und so schnell wie möglich wieder gehen. Je mehr Leute den gleichen Tisch während eines Abends benutzen umso höher der Umsatz.

Zum Schluss von mir also noch eine Empfehlung:

Sofern ihr in die USA reist, packt bitte eine warme Mütze, einen Schal und dicke Pullover mit ein – unabhängig von der Jahreszeit. Glaubt mir, ihr wird es gut gebrauchen können.