Susanne went into politics as a young lady. She was an exceptional case. Pretty, smart, kind, barely of age and she had high moral expectations for the people around her and for herself. There was no meeting that she appeared to unprepared. There was no topic that she was unwilling to buckle down for and understand. She put endless hours into the party’s work. Five evenings a week plus weren’t an exception.
Susanne ist als junge
Frau in die Politik eingestiegen. Sie war eine Ausnahmeerscheinung. Hübsch,
klug, nett, kaum volljährig, hohe moralische Anforderungen für die Menschen um
sie herum und vor allem an sich selber. Es gab keine Sitzung, zu der sie
unvorbereitet erschien. Es gab kein Thema, in die sie nicht bereit war sich reinzuknien
und es zu verstehen. Es waren unendliche Stunden, die sie in die Parteiarbeit
eingesteckt hatte. Fünf Abende pro Woche auswärts waren keine Seltenheit.
Ich bin nicht
ängstlich, aber der starke Wind der mich in unseren Ferien in der Nacht geweckt
hatte, hat mir schon Respekt eingejagt. Es fühlte sich nicht an wie ein Blick
aus dem Fenster sondern eher wie ein Film über eine Naturkatastrophe im
Fernsehen. Irgendwie war alles in Bewegung, auch das was eigentlich stationär
sein sollte. Wenn Äste, Unmengen von Blättern und Kleidungsstücke durch die Luft
wirbelten wäre noch nachvollziehbar, aber als ich sah, mit welcher Leichtigkeit
der Wind metallene Liegen anhob und in den Hotel Swimmingpool warf, wurde mir
schon mulmig.
I’m not an
anxious person but the strong wind that woke me up during our holidays at night
did have an effect on me. It didn’t feel like a view out of the window but more
like watching a movie about natural disasters on the telly. Somehow everything
was moving even when it was meant to be still. When branches, lots of leaves
and clothing items flew through the air it was still understandable, but when I
saw how the wind lifted the metal deckchairs up into the air and threw them
into the swimming pool, I started to feel a little queasy.
Ich bin
letztes Jahr umgezogen. Ich musste mich von vielen Dingen trennen, weil sie kein Platz mehr hatten. Das
tat weh. Die emotionale Bindung war stark. Es mag stimmen, dass ich Mehrheit
meine Bücher mehr als 20 Jahre kein einziges Mal in Hand hatte (ausser zum
Abstauben), aber bei fast allen, wusste ich wo ich sie gekauft hatte oder wer
sie mir geschenkt hat und welche Erlebnisse ich hatte, als ich sie las. Mit jedem
Buch, mit jedem Gegenstand sind plötzlich Bilder gekommen, die sonst im Labyrinth
der Erinnerungen verloren gegangen wären. Mir war klar, dass wenn man die
Gegenstände wegwirft, weil man sie eigentlich nicht braucht, geht ein Teil der
eigenen Geschichte verloren. Das ist wie wenn die Fotos per Irrtum gelöscht
werden, wie kürzlich bei Swisscom. Sich dann an die Erlebnisse ohne die Stütze
der Bilder zu erinnern, ist fast Ding der Unmöglichkeit.
I moved
last year. I had to leave many items behind because there was no space for
them anymore. It hurt. The
emotional tie was strong. It may be true, that I haven’t held the majority
of those books for over twenty years (apart from when dusting them off) but for
nearly all of them I knew where I had purchased them or who had given them to
me and which experiences I had had when I read them. With each book, with each
object I suddenly saw images that otherwise would have gotten lost in the
labyrinth of my memory. I knew that if you throw away objects that you don’t
really need, a part of your story is lost. That is just like when you
accidentally delete photos, such as was the case recently at Swisscom. To
remember the experiences without the support of those images, is nearly
impossible.
I wrote until my fingers were sore – nectarine jam, peach
jam, forest berry jam, melon-lemon-banana jam, strawberry jam. Yes, us tax
people did another round of jam making and cookie backing. ‘God this smells
good!’ I thought to myself for the entire afternoon, especially, because I
hadn’t managed to eat breakfast or lunch. But I was able to resist the
temptation and didn’t even nick the smallest morsel.
Ich habe mir die Finger wundgeschrieben – Nektarinen Confi, Plattpfirsich Confi, Waldbeeren Confi, Melonen- Zitronen-Banane Confi, Erdbeeren Confi. Ja, wir Steuerleute haben wieder Konfitüre gekocht und Kekse gebacken. «Gott riecht es toll! » dachte ich mir den ganzen Nachmittag, vor allem, weil ich es nicht geschafft habe weder Frühstück noch etwas zu Mittag zu essen. Aber ich widerstand der Versuchung und stibitzte nicht mal ein kleines Stücklein.
Half of Zug turned into a pedestrian area and a party
street.
I’ve never experienced the city like this before. It was
impossible to think of having a good night’s sleep from Saturday night to Sunday.
The loud drunken voices easily broke through the double
glazed windows. I wasn’t too impressed by 4 a.m. but since it’s a once in a
life time situation I decided to put up with it. As soon as the last drunken
people disappeared at 5.a.m., the first spectators swarmed in shortly after 6
a.m., marching towards the arena to view the Sunday matches.
Die halbe
Stadt Zug ist zu einer Fussgängerzone und Partymeile geworden. So habe ich die
Stadt noch nie gesehen. An ruhigen Schlaf war in der Nacht von Samstag auf Sonntag
nicht zu denken. Die lauten betrunkenen Stimmen haben mit Leichtigkeit unsere
Dreifachverglasung durchdrungen. Ich war um 4 am Morgen nicht begeistert aber
da es einmal in Leben ist, habe ich es erduldet. Kaum sind die letzten
betrunkenen um 5 Uhr am Morgen verschwunden, strömten schon kurz nach 6 Uhr die
ersten, die am Sonntag den Wettkämpfen zuschauen wollten, in Richtung Arena.
Unter meinen Fenstern gab es zwischen Freitag und Sonntag ein ununterbrochener
Strom von Leuten in Edelweisshemden, Trachten, mit Hüten und ohne Hüte. Man
muss es sich vorstellen, Zug hat etwa 130’000 Einwohner. Dieses Wochenende
kamen etwa 400’000 dazu und fast alle sind unter meinem Fenster durchgelaufen.
Sie zu beobachten war teilweise genauso spannend wie den Kämpfen in Arena.