Michaela Merz

Welcome to Miami – Bienvenidos a Miami

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Ich habe das Glück einmalige Ereignisse und Ausnahmen anzuziehen. Wie in den Weihnachtsferien, als ich in Florida unterwegs war. Nach 29 Jahren Schnee und Kälte in Florida. Wenn ich ehrlich bin, könnte mir der Schnee gestohlen bleiben, denn dafür bin ich nicht soweit gereist. Da könnte ich eine Stunde von zu Hause entfernt den Pulverschnee geniessen. Zum Glück aber ist Florida gross und Schnee im Norden Floridas bedeutet immer noch 16 Grad und sonnig in Miami.

Mit meinem Kleinen laufen wir am Strand entlang und bewundern das Meer mit seinen Farben, seiner Dynamik und Dramatik. Das Meeresufer ist einfach inspirierend, die Weite beflügelt den Geist. Es lässt sich so vieles finden, dass das Wasser ausgespuckt hat. Erst suchen wir nach Muscheln und abgebrochenen Korallen, dann nach industriellen Resten. Ein Haus könnte man aus den Funden bauen. Was mir auffällt, ist die Menge der Plastikteile in allen Formen und Farben. Als ich einen Artikel las, dass die Meere in Plastik ersticken, war es für mich sehr theoretisch. Dort am Strand von Miami zeugen Hunderte von Stücken von diesem Übel.

Und ehrlich gesagt überrascht es hier wenig. Fast alles, was wir gekauft haben, besonders Getränke und Nahrung wurde auf Plastik serviert oder verpackt und dass auch dann wenn man es vor Ort konsumiert. Die Plastikverpackungen waren noch dazu viel zu gross, eine Ausweichmöglichkeit gab es nicht. Obwohl ganz Florida sauber wirkt und überall Schilder hängen, dass das Liegenlassen von Abfall mit einer Busse zwischen 50 und 500 Dollar bestraft wird, bei genauer Betrachtung findet man Einiges, das liegen geblieben ist.

Obwohl das Meerwasser wärmer ist als die Aussentemperatur ist mir das Schwimmen im Meer schwer gefallen. Ich sah vor meinen Augen die unsichtbaren Plastikteile und fühlte mich nicht wohl.

Was sonst zu besuchen wäre? Uns hatten uns die Wynwood Wände angetan. In einem heruntergekommenen ehemaligen Industriequartier haben die besten Strassenkünstler die Wände verschönert und das Resultat lässt sich sehen. Rund herum sind unzählige Galerien entstanden und somit ein neues Leben, eine neue Bestimmung. Wir staunten über die Vielfalt und Phantasie und könnten uns nicht losreissen.


 

 

 

 

Kulinarisch gesehen ist das Nobu Restaurant ein Sinneserlebnis der Extraklasse. Aber gar nichts für ein schmales Budget. Übrigens führt das Reisen mit einem Kind (mein Jüngster ist 11) zu einer Reihe von Verbilligungen bei Eintritten, in Verkehrsmitteln und beim Essen. Nur sehr oft weiss es das Personal an der Kasse gar nicht. Das musste ich ziemlich schnell lernen. Man muss es selbst anmelden und wissen, was man verlangen kann. Darum ist Lesen, Lesen und nochmals Lesen von grosser Bedeutung für das eigene Portemonnaie. Oder anders gesagt: Wissen ist Macht und Geld.

Was uns überrascht hat ist, wie schlecht die Bedienung im Süden von Florida ist. Wir fühlten uns als Kunde nicht wirklich geschätzt und die Nettigkeit und der herzliche Umgang, den wir an anderen Orten in Florida erlebt haben, hat uns hier gefehlt. Eine Reise ist es aber allemal wert. Sehen und Erleben muss mal solche Sachen selber.

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