Michaela Merz


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Welcome to Miami – Bienvenidos a Miami


Ich habe das Glück einmalige Ereignisse und Ausnahmen anzuziehen. Wie in den Weihnachtsferien, als ich in Florida unterwegs war. Nach 29 Jahren Schnee und Kälte in Florida. Wenn ich ehrlich bin, könnte mir der Schnee gestohlen bleiben, denn dafür bin ich nicht soweit gereist. Da könnte ich eine Stunde von zu Hause entfernt den Pulverschnee geniessen. Zum Glück aber ist Florida gross und Schnee im Norden Floridas bedeutet immer noch 16 Grad und sonnig in Miami. Continue reading


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Florida im Winter


Was einem sofort auffällt, ist die überbordende Nettigkeit, die Dir auf Schritt und Tritt begegnet. Alle scheinen sehr optimistisch und fast enthusiastisch zu sein. Das fühlt sich gut an. Ich frage mich, ob durch diesen kollektiven Optimismus Depressionen verhindert werden können oder ob es umgekehrt ist, weil diejenigen, die an einer Depression leiden ins Bodenlose gezogen werden, weil rund herum nur Leute sind, die wirklich gut drauf sind.

Alles ist entspannter, Aggressivität nicht sichtbar, Gedränge (trotz Schlangen) nicht existent. Der Level der täglichen Aggressivität ist in Europa, und ja auch in der Schweiz, um einiges höher als in Florida. Sehr spürbar ist dies zB. im Strassenverkehr. In Zürich wird man angehupt, wenn man bei grün nicht sofort losfährt. In Florida wird auf einer viel befahrenen 4-spurigen Strasse ohne jegliches Vorhandensein eines Fussgängerstreifens, wird für die Fussgänger angehalten. Kaum vorstellbar in Zürich.

In Lift wird darum höflich diskutiert, wer als Letzter raus geht und die Leute halten einander die Türe auf. Niemand drängelt nirgendwo. Die Schlangen in Cape Canaveral zur Besichtigung des Kennedys Space Centers waren zahlreich und lang, trotzdem verlief alles sehr freundlich und entspannt.

Als ich im Meer mit meinem Jüngsten schwimmen war, kaum mehr als 150m von Ufer entfernt, kam ein Polizeiboot. Ich war eher angespannt und erwartete eine Belehrung oder einen Hinweis, dass wir irgendetwas falsch gemacht hätten. So ist mindestens meine Erfahrung mit der Seepolizei in Europa. Jack der Polizist war ausgesprochen nett, erkundigte sich bei uns, ob alles in Ordnung sei und schenkte meinem Jüngsten ein kleines Warnlicht, sollte er einmal in Not geraten.

Bei Ausleihen des Stand-Up Bretts wurde mir empfohlen eine Schwimmweste anzuziehen (aber selbstverständlich gerne) aber es bestand keine Pflicht. Das hat mich sehr beeindruckt, weil ich denke, dass die Verantwortung über mich und mein Leben bei mir liegen sollte und nicht beim Staat. Und natürlich ohne Schwimmweste wäre ich nie los gefahren. Man weiss NIE!! Wenn ich es aber trotzdem einmal machen würde, würde ich in der Schweiz, sobald ich mich mehr als 300m vom Ufer entferne, gebüsst. Und das finde ich nicht in Ordnung.

Am Meer auf dem Brett bin ich durch und mit Fischen gefahren. Ich habe noch nie so viele Fische in offenen Gewässer gesehen wie dort. Dazu kam eine Gruppe Delphine, die nur ein paar Meter entfernt von mir an mich vorbei geschwommen sind. Mittelgrosse silbrige Fische sprangen senkrecht aus dem Wasser. Der erste erschreckte mich und bei allen nachfolgenden habe ich ihre Kunststücke genossen. Weiter gab es Unmengen von Vögeln, die alles anderes als scheu waren und paar Alligatoren, die ich sehen konnte, die aber zum Glück sehr scheu waren.

Man ist sehr prüde. Ich habe während des ganzen Aufenthalts weder ein nacktes Kleinkind am Strand noch eine Frau oben ohne gesehen. Sogar in dem Flieger Museum, das wir mit meinem Jüngsten besichtigt haben, gab es alte Flugzeuge mit sehr vielen aufgemalten, grossbusigen Schönheiten. Bei einer Uhr mit einem solchen Pin-up girl, wurden die Brüste mit einem Streifen überklebt.

Die Toilette heisst hier auch Pausenplatz (Restroom) obwohl sie für eine Pause total ungeeignet ist.

Silvester in Florida war toll. Warm, viele freundliche Leute, die alle zu einem Schwatz aufgelegt waren. Lichter, Attraktionen, Musik, viele Stände mit Essen, Getränken und kleinen Geschenken. Es gab Feuerwerk und um Mitternacht ist anstelle eines Apfels wie in New York eine Ananas aufgeschlagen worden. Grossartig und sehr unterhaltsam.

Ich kann Florida empfehlen. Jeder findet hier etwas. Unterhaltung und Natur, Stille und Ramba-Zamba, Sport und Kultur, Essen, Trinken, Sehenswürdigkeiten und Strand, Shopping.  Das Wetter und die Leute stimmen. Die Preise sind am oberen Ende. Aber auch mit schmalem Budget lässt sich vieles entdecken.

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Florida in winter


What one immediately notices, is the exuberant kindness, which you meet wherever you go. Everyone seems to be very optimistic and almost enthusiastic. That feels good. I wonder whether depressions can be prevented by this collective optimism or whether it’s vice versa because those who suffer from a depression are drawn into the depths, because all around them are only people, who are in really good spirits.

Everything is more relaxed, aggression nowhere in sight, crowds (despite the queues) non-existent. The level of daily aggression is in Europe, and even in Switzerland, much higher than in Florida. This is very noticeable for example in traffic. In Zürich one is hooted at if one doesn’t move as soon as it’s green. In Florida on a four-lane road with heavy traffic without a sign of a pedestrian crossing, the traffic stops for pedestrians. Scarcely conceivable in Zürich.

In the lift there are polite discussions about who leaves last and people hold the door open for one another. No-one pushes and shoves anywhere. The queues at Cape Canaveral to visit the Kennedy Space Center were numerous and long, but nonetheless everything was very friendly and relaxed.

When I went swimming with my youngest in the sea, hardly more than 150m from the shore, a police boat turned up. I was rather anxious and expected an admonition or a warning that somewhere we had done something wrong. At least that is may experience with the maritime police in Europe. Jack the policeman was extremely nice, asked us if everything was OK and gave my son a little alarm light, in case he should get into an emergency.

When I rented a stand-up paddle I was recommended to wear a life vest (but of course willingly), but there was no obligation. That impressed me, because I believe that responsibility for me and my life is mine, not the state‘s. And of course without a life vest I would never have gone out. One NEVER knows!! But if I once were to do so, in Switzerland I would be fined, as soon as I was more than 300m from the shore. And I don’t think that’s right.

In the sea on the paddle I travelled with and through fishes. I have never seen so many fishes in open water as there. And then came a school of dolphins, who swam by only a few metres away from me. Medium-sized silvery fishes sprang vertically out of the water. The first surprised me and by all the rest I enjoyed their skills. And there were hundreds of birds, which were anything but shy and a few alligators, which I could see, but were fortunately very shy.

One is very prudish. During my whole stay I didn’t see a naked child on the beach or a topless female. Even in the Aircraft Museum, which we visited with my youngest, there were old planes decorated with big-bosomed beauties. One of these ladies displayed on a clock you could buy at the shop had her breasts covered with a sticker.

Here the toilets are called rest rooms, although for a rest they are totally unsuited.

New Year in Florida was great. Warm, many friendly people, who were all ready for a chat. Lights, attractions, music, many booths with food, drink and small gifts. There were fireworks and at midnight, instead of an apple as in New York, a pineapple was split open. Wonderful and very entertaining.

I can recommend Florida. Everyone can find something here. Entertainment and nature, peace and ramba-zamba, sport and culture, food, drink, sightseeing and beach, shopping.  The weather and the people are right. The prices are at the higher end. But even with a small budget there’s a lot to discover.

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Miami


493904_web_R_K_B_by_Hans-Dieter Buchmann_pixelio.deIch reise viel und habe schon viele grossartige Orte besucht, fantastische Gastfreundschaft genossen und städtebauliche Meisterwerke sowie Naturwunder entdeckt. Es passiert jedoch nicht oft, dass meine Erwartungen derart übertroffen werden wie es in Miami geschehen ist. Warmes, blaues Wasser, umrandet von weissen Stränden, eingetaucht in eine Ozeanbriese – das sind die unendlichen Strände in Miami. Continue reading


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Miami


493904_web_R_K_B_by_Hans-Dieter Buchmann_pixelio.deI travel quite a lot. I visited great places, enjoyed fantastic hospitality and discovered urban and natural wonders. However, it happens seldom that my expectations are that much exceeded as it happened in Miami. Warm, blue water bordered by white sands and surrounded by an ocean breeze – these are the endless beaches in Miami. Continue reading