Michaela Merz

Red Bull Flugtag Zürich

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Red%20Bull%20Flugtag_HighlightAm letzten Wochenende waren wir die wunderbaren Männer und die wenigen Frauen bewundern, die in ihren fliegenden Kisten aus sechs Metern über eine hohe Rampe in den Zürichsee geflogen sind. Geflogen wurde nicht viel, aber die Gaudi war an diesem Juli-Samstag riesig. Anschliessend waren wir wie immer mit dem Trottinette unterwegs.

Wir rollten also von der Landewiese zum Bellevue und landeten bei Mövenpick Schifflände auf eine Glacé. Wir bestellten 2 Colas, ein Kaffee-Crème und drei verschiedene Kugeln Glacé. Dann passierte eine Weile lang gar nichts.

Dann passierte eine Weile lang gar nichts. Anschliessend kamen die Getränke. Die Leute an anderen Tischen gingen und neue kamen hinzu, aber unsere Glacé kam immer noch nicht. So schwierig kann es wohl nicht sein, dachten wir drei und riefen die Dame, die unsere Bestellung aufnahm um ihr in Erinnerung zu rufen, dass wir noch etwas zu Gute hatten. Sie kam, sagte lachend “Ich weiss” und verschwand wieder.

Wir warteten und langsam würde es nicht lustig sondern frustrierend. Da kamen Leute, holten sich im Laden ihre Glacé und gingen weiter. Wir beschlossen, es auch so zu tun und nicht mehr zu warten. Da der Bedienenden da war, ging ich in den Laden hinein, bat um die Rechnung und stornierte gleichzeitig die Glacé.

Um nun aber endlich vorwärts zu kommen, guckte ich ausserdem schnell in die Preisliste und rechnete die drei Getränke zusammen. Zwei Mal Cola à fünf Franken und ein Kaffee-Creme für 4.90 macht 14.90. Ein saftiger Preis für den miserablen Service. Gut, den Ausblick bezahlt man ja mit. Es dauerte erneut lange bis die Kassiererin mit ihrem iPad kam und fragte was wir konsumiert hatten.

Ich zählte die drei Getränke auf und sie erwiderte, dass da noch Glacé auf ihrem iPad sei. Ich schaute sie verdutzt an, weil sie mir vor fünf Minuten nämlich zugehört hatte, als ich die Glacé abbestellte. “Gut” sagte sie nach einer Weile, “die Glacé werde ich stornieren”. Was sie dann machte, ist mir schleierhaft. Ich sagte ihr, dass ich ihr 14.90 schulde. Sie antwortete nicht und tippte wie wild auf den Bildschirm. Nach weiteren 3 Minuten sagte sie siegesreich und erleichtert 14.90 und schaute mich lachend an.

Ich streckte ihr 25 Franken zu. Sie schaute das Geld mit Überraschung an und begann wieder auf ihrem iPad zu tippen. Wahrscheinlich wieviel ist 25 minus 14.90. Sie gab mir nach langen Minuten das Rückgeld nämlich richtig zurück.

Ich weiss, dass viele Dinge für uns Software und Hardware übernehmen. Warum die Karte lesen können, wenn man das GPS zücken kann, warum auswendig lernen, wenn Wikipedia schneller abrufbar, als das Wissen lernbar ist. Aber wenn man drei simple Zahlen nicht mehr im Kopf zusammen zählen kann, bekomme ich Angst. Die Abhängigkeit wird einfach zu gross. Darum bitte bei aller Bequemlichkeit daran denken, dass bestimmte Fähigkeiten einer Software zu delegieren, eine gefährliche Entscheidung sein kann.

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