Mit meinem kleinstem, der zurzeit die gleiche Schuhgrösse wie meine Mutter hat, haben wir uns am Sonntag entschieden das Naturbad kennenzulernen.
Ich stellte mir etwas vor, das an ein kleines Seeli mitten im Wald erinnert. Was die Wassertemperatur anbetrifft, war meine Erwartung richtig. Das Wasser war am letzten Tag im Mai kalt, sehr kalt sogar. Leider hat das Naturbad an sich aber nichts Romantisches gehabt. Es war ein grosses Betonbecken, grau, rechteckig und mit strengen Regeln. Der lustige Teil des Naturbades, nämlich ein mittelgrosses, flaches Becken mit Pflanzen bewachsen und mit einem Entenpaar und drei frisch geschlüpften Entlein war gar nicht zugänglich.
Das alles wäre noch in Ordnung, aber leider war die Hälfte von dem was Spass macht hier verboten. Springen ins Wasser: verboten. Auf den Holzbänken sitzen, die im Wasser den Schwimmerteil vom Nichtschwimmerteil trennten: verboten. In den Kies am Ufer Löcher graben: auch für 4-jährige verboten. Auf dem Rasen Fussball spielen: nicht gestattet. Dass man ohne T-Shirt nicht in das angrenzende Restaurant durfte, war dann nur konsequent.
Ich war enttäuscht. Die Erwartungen waren hoch. Und in diesem konkreten Fall hat es zu einer klassischen Frustrationskomposition geführt. Der Moment der Erwartung gefolgt vom Moment der Enttäuschung. Dazu war der See von dort nur etwa 1.5 km entfernt. Dort wäre das Wasser wahrscheinlich genauso kalt gewesen, aber all die oben erwähnten Sachen erlaubt. Nachträglich könnte man sagen, unsere Entscheidung es zu probieren, war falsch. Aber machen wir solche Erfahrungen nicht laufend? Wir haben das Beste daraus gemacht und sind Minigolf spielen gegangen und das war toll.
Bildquelle: Momo111 / pixelio.de
Hallo Michaela
danke für das Feedback, dann müsst ihr mal den Naturweiher in Winterthur Geiselweid ausprobieren, da hat es sogar einen kleinen Fluss und rechte Rutschfläche
Alles Liebe
Sabine
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