Michaela Merz


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Ein typischer Tag in der Pubertät


Heute ging alles schief! “Warum?” wirst du dich wohl fragen. Ich erzähle es dir.

Am Morgen hat mein Wecker nicht geläutet. Ich schätze ich muss die Batterien wechseln. Wegen dieser Panne konnte ich nicht einmal meine warme Schokolade trinken und mein Honigbrot blieb auch unberührt. Zu all dem musste ich mit meinem Vater in die Schule fahren. Ich meine das ist ja super peinlich, wenn einen der Vater vor der Schule raus lässt und sagt “viel Glück, hier ist dein Pausenbrot!”.
Ich meine das Wort Pausenbrot – ist das nicht schon seit 200 Jahren veraltet?

Noch schlimmer aber war, dass die Lifte nicht fuhren. Das heisst ich musste ganze sechs Stockwerke zu Fuss gehen. Das sind sechs zu viel. Eine Ewigkeit später kam ich dann doch noch oben an. Ich hatte nur noch eine Minute bis die Stunde anfing. Zum Glück habe ich alles dabei gehabt. Wenigstens das habe ich geschafft, obwohl mir die Biologiestunde gestohlen hätte bleiben können. Nach einer richtig langen und langweiligen Stunde wurden wir mit einem Berg von Hausaufgaben entlassen, die ich nicht wirklich gedenke zu machen.

So kämpfte ich mich Schritt für Schritt durch den schlimmsten Tag meines Lebens. Am Nachmittag nach der letzte Stunde ging ich. Doch kurz bevor ich das Schulhaus verlassen konnte, hat der Rektor durch die Lautsprecheranlage durch gegeben, ich soll doch bitte in sein Büro kommen. Warum genau ich? Vor dem Rektorat erwartete mich der Rektor schon. Er sagte: “Ich gratuliere, du wurdest ausgewählt, um den Bericht über deine Klasse zu schreiben!”. Mein Herz setzte einen Schlag aus, so schockiert war ich. Nachdem ich mich wieder erholt habe, erkundigte ich mich:” Meinen sie wirklich mich?” Und der Rektorat sagte:” Hundert Prozent!” Niedergeschmettert verabschiedete ich mich von ihm und ging nach Hause. Zum Hause schmiss ich mich auf mein Bett und prüfte auf meinem Handy alle eingegangenen Videos.

 


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Marta die Unternehmerin


Ich kenne Marta solange ich mich erinnern kann. Wir haben zusammen den Kindergarten besucht und unter dem damaligen strengen Regime gelitten. Nach dem Mittag mussten wir uns schlafen legen. Ich und Marta konnten nie schlafen. Die Lehrerin hat uns mit einem Tuch das Gesicht bedeckt. Ich hasste es und kämpfte dagegen an. Continue reading


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Lust auf Schule


178600_web_r_k_by_henry-klingberg_pixelio-deAm Samstag habe ich den Schulunterricht besucht. Eine Horde Erwachsener zwängt sich in eine Klasse, wer zu spät kommt, hat keinen Stuhl mehr und über Gemütlichkeit kann man sich streiten.

Aber das Zuschauen hat in mir die Lust auf die Schule wieder geweckt. Als Kind oder junge Erwachsene ist man nicht 100%ig überzeugt, dass zur Schule zu gehen, das Beste ist, was einem passieren kann. Continue reading


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Natürliche Selektion


Katja geht jede Woche einmal mit ihre Kollegin Nadja laufen. Nicht weit und nicht lang. Es ist ein gemütlicher Lauf, so dass man sich unterhalten kann.

Katja hat zurzeit zwei Verehrer. Michl und Mathys. Katja findet beide nett und beide Jungs bemühen sich mit allen Kräften Katja für sich zu gewinnen. Mathys fotografiert gerne und gut. Mittlerweile hat Katja eine Menge eigene Porträts von Mathys geschossen. Michl ist eher ein Mann des Wortes und Katja hat von ihm einige wunderschöne Nachrichten erhalten. Ehrlich gesagt, gefällt Katja Michl besser, aber ganz sicher ist sie auch nicht. Continue reading


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Es gibt keine dummen Fragen


In der Schule hatte ich meine liebe Mühe mit Physik. Ich verstand im Unterricht nicht viel und spannend war es auch nicht wirklich. Ich musste mit dem Bus zur Schule fahren. Mit mir fuhr ein Mädchen aus der Parallel-Klasse. Ihr Vater war Physiker und arbeitete bei einem Institut. Einmal als er den gleichen Bus wie wir zwei nahm, fragte ich ihn, ob ich ihm eine dumme Physik Frage stellen kann. Er sagte, dass es gar keine dummen Fragen gibt, sondern nur Leute, die bestimmte Sachen schlecht oder überhaupt nicht erklären können. Er erklärte mir dann während 5 Busstationen das, was meine damalige Lehrerin in mehreren Stunden nicht geschafft hatte. Continue reading


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Unsere neuen Haustiere – die Läuse


Über Läuse habe ich das erste Mal bei Karl May gelesen. Seitdem verband ich Läuse mit Armut, Schmutz und beengten Lebensbedingungen. Meine reale Welt hatte mit Läusen nicht zu tun.

Seit einem Jahr bekomme ich von der Schule regelmässig Zettel über Läusebefall. Ich schaute die Haare von Junior an, aber ich wäre sehr überrascht gewesen, wenn ich etwas entdeckt hätte. Es war auch nichts da. Eben, Läuse sind was für eine Slumgegend, aber nicht für unseren hygienischen Haushalt. Continue reading