Michaela Merz

Fête des Vignerons 2019

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Am Samstag kam ich mit 22’000 anderen Personen in Vevey an. Vevey ist eine der idyllischsten Städte die ich kenne – Seeufer, Alpen, Weinberge. Und jetzt noch das Fest. Die Show findet einmal pro 20/25 Jahre statt. Die erste war im Jahre 1797, die letzte 1999. Das Budget für die Veranstaltung beträgt unglaubliche 100 Millionen Franken. Es gibt 6’500 Akteure, 5’500 Schauspieler, 1’000 Musiker, Kühe, Ziegen, Pferde – Es ist gewaltig. Ich mag mich nicht erinnern, dass ich je etwas so monumentales, farbenfrohes und abwechslungsreiches gesehen hatte. Die Darsteller kommen aus der Region und sind Laien. Sie tragen farbenfrohe Kostüme und machen mit unglaublicher Leidenschaft und Stolz mit. Der Regisseur dieses Festes Danielle Finzi Pasca, der früher in Zirkus Nock als Clown das Handwerk lernte, inszenierte Olympische Abschlussfeier in Turin und Sotchi. Das was er in Vevey mit diesem Ensemble zusammenstellt hatte, war einfach gewaltig und unvergesslich. Das was mich aber am meisten beeindruckt, sind die Leute die da mitmachen und in unzähligen Stunden Arbeit etwas Einmaliges kreiert hatten.  Bis zum 11. August habt ihr Zeit dabei zu sein. Sonst wieder vielleicht im Jahr 2040. Eine Reise lohnt sich.

Und das was nicht an erste Stelle erscheint. Überall Verpflegungsstände! Toll! Leider aber viel zu wenig Sitzplätze. Gott sei Dank gibt es die Uferpromenade, wo man am einer niedrigen Mauer absitzen kann. Als Geheimtipp – im Verpflegungslokal für die Schauspieler gibt es genügend Plätze und man ist willkommen. Preise sind dazu sehr moderat.

Zu wenig Toiletten – vielleicht hat es genug aber die Hälfte von ihnen war aus mir unerklärlichen Gründen geschlossen. Bitte nächstes Mal vielleicht einen kleineren Bildschirm und dafür mehr Toi/Toi’s.

Mein Französisch ist rudimentär. Ich schäme mich dafür, aber das hilft auch nicht weiter. Bei der Veranstaltung selber hat es überhaupt nicht gestört und auch wenn ich nicht alles verstand, war es gut abgerundet. Wenn die SBB (Schweizerische Bundesbahnen) extra Züge stellt und die Verspätung haben und man wird per Megaphone in miserabler Tonqualität informiert. Ich hatte mir gewünscht, dass es nicht nur auf Französisch erfolgte.

Das alles ist aber “motzen” auf hohem Niveau. Alles hat geklappt, alles war brillant organisiert. Als Erinnerungen haben meine weissen Hosen ein bisschen vom frischen, braunen Kuhmist der auftretenden Schönheit abgekriegt. Auch die waren wahrscheinlich leicht nervös. Dieses Souvenir wird aber nach erstem waschen verschwinden. Die Bilder bleiben aber noch lange in Erinnerung.

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