Bambi

395479_original_R_by_Marcus Stark_pixelio.deDas Basler Vorstadttheater machte mit der Vorstellung „Bambi“ einen Abstecher nach Zürich. Ich schlug meinem Jüngsten einen Theaterbesuch vor. Das Wetter war nicht besonders und die Basler machen wunderbare Dinge. Nur tat mein Jüngster Bambi als Kinderkram ab, als etwas, was einem 8 jährigen fast unwürdig wäre.

Wie so oft setzte ich mich in diesen Dingen durch. Und so haben wir im kleinen Kreis der Zuschauer auf der Bühne die Geburt von Bambi, seine ersten Schritte und Freundschaften‎ miterlebt, wir haben mit ihm gelacht und gelitten, als er sich im Wald verlaufen und ängstlich nach der Mutter gerufen hat. Wir haben die Stärke seines Vaters bewundert und den Tod seiner Mutter erlebt, wir sahen ihn erwachsen werden und seinen eigenen Weg gehen.

Es war ein wunderbares Theaterstück, mal poetisch, mal nachdenklich, traurig und wieder lustig, voller Phantasie und Anspielungen. Wir sind dagesessen und die 70 Minuten sind wie im Flug vergangen. Wir wären gerne noch ein bisschen geblieben, weil es alles so schön, überraschend, rührend sanft und befreiend lustig war. Aber es war nun einmal Schluss und wir konnten die drei Schauspieler anschliessend in der Cafeteria beobachten wie sie Kaffee tranken und lachten.

Es war eine dieser raren Vorstellungen, die Kindern wie auch Erwachsenen gefällt, wo es zwei Ebenen gibt, die kindliche und die erwachsene.

Am Ende war mein Kleiner froh, dass ich mich durchgesetzt und wir das Stück gesehen hatten. Nein, die Mutter hat nicht immer Recht, aber bei 8-jährigen schafft sie es meistens noch sich durchzusetzen und das kann tolle Resultate bringen. Insbesondere wenn es mit dem Basler Vorstadttheater zu tun hat.

Bildquelle: Marcus Stark / pixelio.de

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