Leningrad damals, St. Petersburg heute oder wie ich den Kuss von Rodin verpasst habe


Damals war ich auf Studentenaustausch in Leningrad. Jahrzehnte ist es her und die Stadt heisst mittlerweile St. Petersburg. Damals wie heute habe ich in der Nähe des Zentrums gewohnt. Unser Studentenheim von damals war fünf Stockwerke hoch. Der Schlafsaal hatte Platz für 30 Mädchen. Duschräume gab es im vierten Stock für die Mädchen und im zweiten Stock für die Knaben. Spartanisch war die Einrichtung.

Um neun Uhr abends schloss die Pförtnerin das Haupteingangstor und wer nicht drin war, musste bis um sechs Uhr morgens warten, bis es wieder aufgeschlossen wurde. Für eine zwanzigjährige aufstrebende Ökonomin wie ich es damals war, schrie diese Regel nach nicht Befolgung. Es dauerte nicht lange und ich fand heraus, dass der Keller unseres Heimes mit dem Keller des Hauses daneben verbunden ist. Das andere Haus blieb die ganze Nacht offen. Die Weg in den Keller war zwar mit einem Gitter versperrt, da ich aber wahrscheinlich weder die erste noch die letzte war, die diese jugendfeindliche Regel nicht befolgte, liess sich einer der Stäbe des Gitters verschieben. In jungen Jahren, wenn man ganz schlank ist, ein perfekter Durchgang.Read More »

Leningrad then, St. Petersburg today or how I missed Rodin’s Kiss


Then I was on a student exchange in Leningrad. It’s years ago and in the meantime the city is called St. Petersburg. Then as today I lived close to the centre. Our student home then was five storeys high. The dormitory was large enough for 30 girls. The girls’ showers were on the fourth floor, the boys’ on the second. Everything was Spartan.

At 9.00pm the porter locked the main door and, whoever was not inside, had to wait until 6.00am until it was unlocked again. For a twenty year old ambitious economist, as I then was, this rule cried out to be disobeyed. It didn’t take long before I discovered that the cellar of our home was connected to the cellar of the next house. The other house stayed open the whole night. The way into the cellar was barred, but I was probably not the first or the last to disobey this youth unfriendly rule, One of the bars could be pushed aside. When one is young and very slim, a perfect way in.Read More »

Retirement


In the morning I had breakfast with Richard. The day before he was still employed and as of this day he is retired. The first day after a filled business life must feel funny. One does not receive emails, the phone only rings every now and then and the stress is gone. What shall one do all of a sudden?Read More »

Pensionierung


Ich habe heute Morgen mit Richard gefrühstückt. Gestern war er noch angestellt und ab heute ist er pensioniert. Der erste Tag nach einem ausgefüllten Geschäftsleben muss sich wahrscheinlich komisch anfühlen. Man bekommt keine Mails, das Telefon klingelt selten, der Stress ist weg. Was macht man plötzlich? Read More »