Weniger ist mehr


Ich bin letztes Jahr umgezogen. Ich musste mich von vielen Dingen trennen, weil sie kein Platz mehr hatten. Das tat weh. Die emotionale Bindung war stark. Es mag stimmen, dass ich Mehrheit meine Bücher mehr als 20 Jahre kein einziges Mal in Hand hatte (ausser zum Abstauben), aber bei fast allen, wusste ich wo ich sie gekauft hatte oder wer sie mir geschenkt hat und welche Erlebnisse ich hatte, als ich sie las. Mit jedem Buch, mit jedem Gegenstand sind plötzlich Bilder gekommen, die sonst im Labyrinth der Erinnerungen verloren gegangen wären. Mir war klar, dass wenn man die Gegenstände wegwirft, weil man sie eigentlich nicht braucht, geht ein Teil der eigenen Geschichte verloren. Das ist wie wenn die Fotos per Irrtum gelöscht werden, wie kürzlich bei Swisscom. Sich dann an die Erlebnisse ohne die Stütze der Bilder zu erinnern, ist fast Ding der Unmöglichkeit.

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Zu viel ist zu viel (Pilze sammeln 2)


OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch besuchte meine Mutter in ihrem Haus nahe der deutschen Grenze im Böhmischen Wald. Anfang September war es herrlich und im Vergleich zum kalten und regnerischen Zürich einfach wunderbar. Am Abend konnte man im T-Shirt draussen im Garten sitzen, am Tag schien die Sonne wie im Hochsommer und dabei meine zufriedene Mutter. Alle Wünsche erfüllt.Read More »

Pilze sammeln


OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs ist August und ich gehe laufen. Der Waldweg ist schattig und darum machen mir auch die hohen Temperaturen nichts aus. Ich laufe bergauf und spüre wie sich die Schweissperlen auf meiner Stirn bilden und plötzlich sehe ich ihn. Neben dem Weg ein Riesen-Steinpilz. Was mach ich jetzt, denke ich mir. Aber dieses Prachtexemplar kann ich nicht stehen lassen. Ich nehme ihn, verstecke ihn im Gras und lege mir einen Zweig auf den Weg, damit ich ihn auf dem Rückweg wieder finde. Nach 50 Metern Laufen der nächste. Somit entwickelte sich mein Lauf eher in einen Hindernislauf von Pilz zu Pilz. Read More »