Michaela Merz


Leave a comment

Kinderlose Flüge


Man könnte eine Liste schreiben von Dingen, die das Fliegen sehr unangenehm machen. Vielleicht ‎würden die einzelnen Dinge in der Wichtigkeit bei verschiedenen Leuten variiert, aber mit grosser Wahrscheinlichkeit, sind die gleichen Dinge in den TOP 10 bei der Mehrheit von Vielflieger zu finden. Dazu gehören Verspätungen, abgesagte Flüge, verpasste Anschlussverbindung, enge Sitze und Reihen, vollgestopfte Gepäckablagen, Nachbarn mit unangenehmen Emissionen, verlorene Gepäckstücke, unruhige Kleinkinder und überbuchte Flüge. Continue reading


Leave a comment

Ich wurde stumm


An den Tagen, an denen ich nach Portugal fliege, wäre besser nicht dorthin zu reisen. Bei all meinen Reisen nach oder von Lissabon bin ich mit eiserner Regelmässigkeit von Streiks betroffen. Mal streikt das Personal des öffentlichen Verkehrs, mal das Flugpersonal und dieses Mal waren es die Fluglotsen in Frankreich. Da man Südfrankreich überfliegt und die Wahl der Route nicht wirklich flexibel ist, wurde mein erster Flug um 6.20 annulliert. Um so einen Flug zu erwischen, bedeutet es‎ zwischen 4 und 5 Uhr aufzustehen. Continue reading


Leave a comment

Gute Tat


Ich hatte einen langen Flug hinter mir. Neben mir sass ein Mann meines Alters. Wir kannten uns nicht, aber wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und toll unterhalten. Irgendwann war ich so müde, dass ich eingeschlafen bin. Plötzlich spürte ich eine leichte Berührung, die mich weckte. Er hatte mich einfach zugedeckt, weil mir die kleine Decke auf den Boden gerutscht war. Seine Berührung war mehr zufällig als gewollt. Die gleiche Situation hat sich etwa noch drei Mal wiederholt (vielleicht noch öfter, aber das habe ich dann verschlafen). Continue reading


Leave a comment

Der Flug Moskau – Zürich


Die drei Männer waren mir schon beim Einchecken aufgefallen. Sie waren laut, lachten und sprachen laut. Im Flugzeug sassen sie schlussendlich eine Reihe vor mir. Drei Russen. Es war offensichtlich, dass sie bereits getrunken hatten. Ihre Lautstärke nahm zu. Lauschen war nicht notwendig, ihre groben Witze konnte man mehrere Reihen vor und hinter ihnen verfolgen sofern man Russisch verstand. Continue reading