Michaela Merz

50’000 pro Jahr

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138265_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deIm Jahre 2016 habe ich mit Begeisterung die Überschreitung der 100’000 Grenze respektive der 100’000 Leser begrüsst. Obwohl ich nie erfahren habe, wer dafür eigentlich verantwortlich war.

Und jetzt schon mal das nächste Jubiläum. Mehr als 50’000 Leser haben seit Anfang des Jahres diese Seite besucht.

Danke für DEINEN Besuch. Das ist ein tolles Gefühl. Ein Gefühl, dass es sich lohnt, dass es die anderen interessiert, ihnen Spass macht. Und das sind noch lange nicht alle. Da die Artikel in verschiedenen sozialen Media gepostet werden, kommen pro Jahr eigentlich schon heute mehr als 100’000 Leser. Das was 2016 fünf Jahre gedauert hatte, geht jetzt in einem Jahr. Unglaublich.

Ich habe mich egoistisch einer elektronischen Diskussion verweigert. Bitte nimm es mir nicht übel. Ich schätze Eure Kommentare aber reagiere selten oder fast nie. Das hat einen einzigen Grund: Wenn ich es damit beginne, komme ich von dem Bildschirm nicht mehr weg. Und wenn ich von dem Bildschirm nicht wegkomme, werde ich keine Zeit mehr haben, die Dinge zu erleben und die Geschichten zu hören, die zu teilen es sich lohnt.

Gestern hat mir eine meiner Bekannten so eine tolle Geschichte erzählt. Ihre Eltern sind 1969 vor den Russen aus der Tschechei in die Schweiz geflohen. Geld hatten sie keines. Nur Willen und Mut. Sie war damals 11 Jahre alt und da stand die Frage im Raum, was wird sie machen – ein Gymnasium oder eine Sekundarschule. Sie war erst einen Monat in der Schweiz und in sechs Wochen sollte das neue Schuljahr (damals per 1. April) beginnen.

Ihr Schweizer Primarschullehrer meinte, die Sekundarschule werde wohl reichen, da sie ein Mädchen sei und sowieso heiraten werde. Die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium konnte sie sowieso nicht machen, weil die war von einem halben Jahr. Ihr Glück war aber, dass er die Jungs aus der Klasse aufgeboten hatte, mit ihm Schach zu spielen. Die Mädchen durften nach Hause gehen. Sie wollte aber auch mitmachen und an diesem Nachmittag hat sie gegen ihren Lehrer gespielt und klar gewonnen. Er wurde zum Glück nicht sauer, sondern nachdenklich. Und bei der Revanche hatten ihr die Eltern erklärt, dass es politisch besser wäre, wenn sie ihn nicht so eindeutig schlagen würde. Darum hat es bei dem nächsten Spiel ein Remis gegeben.

Für sie aber hat es anschliessend bedeutet, dass er sich eingesetzt hatte, dass sie trotz fehlendem Geld und Prüfung ab dem 1. April im Gymnasium beginnen konnte. Und sie schloss die Matura mit Bravour ab, studierte und legte eine Bilderbuchkarriere hin. Das ist doch eine tolle moderne Aschenputtel Geschichte!! Ich liebe es einfach, solche guten Geschichten zu sammeln und mit Euch zu teilen.

Bildquelle: S. Hofschläger / pixelio.de

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