Michaela Merz

Wenn das eigene Kind Hilfe braucht

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Es ist schon viele Jahre her. Die Bilder in meinem Gedächtnis sind fast verblasst. Aber der Schrecken von damals bleibt und wenn ich an die Situation denke, kommt auch heute noch alles wieder hoch.

Es war Hochsommer, August und meine kleine, zierliche Tochter war erkältet. Nichts Schlimmes. Ein bisschen Husten, ein bisschen “Schnodder” Nase. Ich war allein zu Hause mit meinen zwei Töchtern, die jüngere war knapp 3 Jahre alt. Und dann am Morgen überfiel sie ein grosser Husten. Es tönte schrecklich. Der kleine Körper wurde durchgeschüttelt und plötzlich kam aus ihrem Mund Blut. Ich war erschrocken. Ich nahm sie, sie war federleicht, und trug sie ins Badezimmer. Ich hielt sie fest und versuchte, sie zu unterstützen. Zu sehen wie sich das Lavabo vom Blut rot färbte war schockierend und ich wusste, ich muss ruhig bleiben, obwohl ich am liebsten geweint hätte.

Ich verstand es nicht. Was passiert jetzt mit ihr? Was für eine Krankheit kann ein kleines Kind haben, bei der es Blut hustet? Das einzige was mir in Sinn gekommen ist, waren die Bilder aus Filmen über Tuberkulose. Aber wie konnte mein kleiner Sonnenschein eine Tuberkulose haben? Ich spürte, wie sich in mir eine Verzweiflung ausbreitete, unterdrückte es aber, weil es einfach keinen Platz haben durfte. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat ihr Anfall aufgehört. Sie war sehr blass aber hatte keine Schmerzen. Ich putze ihr das Gesicht und rief den Kinderarzt, damit er sie sofort sehen konnte.

In der Arztpraxis noch bevor er sie untersuchen konnte, hat sich das gleiche nochmals wiederholt. Das erste Mal hatte ich bereits das Gefühl, dass ihr Blut fast das Lavabo gefüllt hatte. Die Menge Blut, die aus meiner Kleinen in der Arztpraxis wie aus einer Fontäne sprudelte übertraf alle meine Vorstellungen. Der Arzt hat gar keine grosse Untersuchung mehr gemacht und uns sofort mit Verdacht auf Tuberkulose ins Kinderspital eingewiesen. Meine Kleine endete in der Isolation, um die anderen womöglich nicht anzustecken. Es dauerte zwei lange Tage bis wir mit Sicherheit wussten, dass sie keine Tuberkulose sondern “nur” eine schwere Lungenentzündung hatte. Nach einer Woche, in der ich 2 Kilo abgenommen habe, war sie putzmunter wieder zu Hause.

Glück gehabt!! Meine Verzweiflung und Ratlosigkeit von damals spüre ich noch heute. Es ist so schlimm wenn jemand, den man liebt leidet und man kann ihm nicht wirklich helfen. Am Schlimmsten aber ist es, wenn es das eigene Kind ist. Damals bin ich mit einem Schrecken und Erschöpfung durch die Nächte die ich neben ihrem Bett im Spital verbracht hatte, davon gekommen.

Tamas Dominic Galo hat nicht so viel Glück. Er ist 15 Monate alt und bei ihm wurde die schwerste Form der Spinalen Muskelatrophie diagnostiziert.

Es gibt dafür Therapieansätze mit Medikamenten, aber diese werden in Ungarn, wo seine Mutter Aniko Hornischer, die bei PwC Ungarn als Personal Assistant arbeitet, nicht angeboten. Um diese Hilfe in Belgien in Anspruch zu nehmen braucht es Geld, viel Geld.

Anikos Kollegen von PwC Ungarn haben bereits CHF 13’800 gesammelt und PwC Ungarn hat angeboten diesen Betrag zu verdoppeln.

Die Kosten werden diese Spenden weit übersteigen, so dass Aniko einen Spendenaufruf gestartet hat. Ihr Ziel sind EUR 40’000, um die Behandlungskosten abzudecken.

Hier könnt auch ihr spenden.

Ich bin der Meinung, dass jeder noch so kleine Betrag hilft. Die Spende kann vollkommen anonym geleistet werden. Es liegt in Euren Händen einem Kind, einer Mutter, die für ein möglichst langes, möglichst glückliches Leben ihres Kindes kämpft, ein klein wenig zu helfen.

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