Michaela Merz

Miami

Leave a comment

493904_web_R_K_B_by_Hans-Dieter Buchmann_pixelio.deIch reise viel und habe schon viele grossartige Orte besucht, fantastische Gastfreundschaft genossen und städtebauliche Meisterwerke sowie Naturwunder entdeckt. Es passiert jedoch nicht oft, dass meine Erwartungen derart übertroffen werden wie es in Miami geschehen ist. Warmes, blaues Wasser, umrandet von weissen Stränden, eingetaucht in eine Ozeanbriese – das sind die unendlichen Strände in Miami. Ich war Anfang Januar nur für einige Tage in Miami. Die von Palmen beschattete Promenade ist voll von Läufern und Spaziergängern und ob man es glaubt oder nicht, viele von ihnen grüssen einander. South Beach ist einfach belebend und man könnte einfach dort sitzen und beobachten, was rund um einen passiert und damit Tage verbringen.

Was ich jedoch unterschätzt habe, ist, wie viel es dort zu sehen gibt und ehrlich gesagt habe ich meinen Aufenthalt zu kurz geplant. Wenn Sie also planen dorthin zu fahren, besuchen Sie auf jeden Falls das Vizcaya Museum, das 1916 als Winterquartier für James Deering gebaut wurde. Die Gärten entlang der Biscayne Bay sind voller Brunnen, Skulpturen und Balustraden (www.vizcayamuseum.org). Nicht verpassen sollte man auch die beleuchteten Wolkenkratzer in der Innenstadt von Miami. Man kann mit dem kostenlosen, auf Stelzen fahrenden Metromover durch die Innenstadt bis zum nahegelegenen Bayside Marketplace zum Einkaufen fahren. Für diejenigen, die etwas Spezielleres suchen, wie wäre es mit dem Miami Seaquarium und Dolphin Harbor? Dort sieht man nicht nur Killerwale, Seelöwen, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten, sondern in Dolphin Harbor kann man sich auch Neoprenanzüge ausleihen, etwas über magische Meeressäuger lernen und mit ihnen schwimmen (http://www.miamiseaquarium.com/).

Und falls man etwas noch Spezielleres sucht, empfiehlt sich ein Besuch des Coral Castle, das nur aus Korallen gebaut ist. Gemäss der Legende wurde das Coral Castle aus 1100 Tonnen Korallen gebaut, mit einfachen Handwerkzeugen durch einen einzelnen Mann, den lettischen Immigranten Ed Leedskalnin. Die Legende besagt, dass er ab 1923 seine Nächte mit dem Bau des Schlosses verbrachte. Das Schloss wurde 1940 für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Legende besagt weiter, dass Leedskalnin das Schloss aus gebrochenem Herzen gebaut hat. Agnes Scuffs sagte ihre Hochzeit am Tag vor der Hochzeit ab. Er lud sie ein, das Schloss zu besichtigen, aber sie nahm die Einladung nie an. Leedskalnin blieb unverheiratet und starb 1953. 1986 schrieb Billy Idol das Lied Sweet Sixteen – der Spitzname den Leedskalnin für Scuff verwendet hatte. Als ich die Geschichte las, dachte ich Wow, das kann mit Romeo und Julia konkurrieren. Nur kann man anstelle des kleinen Balkons in Verona ein Schloss, Tische und Stühle, Informationsschilder und kunstvolle Gärten sehen. Die eindrucksvolle Kraft der Liebe, aber man stelle sich vor, sie hätte ihn geheiratet. In dem Fall gäbe es vielleicht kein Schloss. Hat unerfüllte Liebe mehr Kraft? Was denken Sie?

Und falls das nicht abenteuerlich genug ist, wäre eine Swamp Safari noch eine Option. Man kann Alligator Wrestling sehen, ein Foto mit einem Alligator und eine aufregende Tour mit einem Everglades Luftkissenboot machen, http://www.billieswamp.com/ oder http://www.gatorpark.com/.

In den Nächten wachte ich aufgrund des Jetlags spätestens um 3 Uhr in der Früh auf. Ich machte ein bisschen Gymnastik auf meinem Balkon im 14. Stock, beantwortete Emails und ging schwimmen. Da das Wetter recht windig war und es danach ausschaute, als ob bald ein Sturm kommen wurde, entschied ich mich dagegen im Meer zu schwimmen. Der Hotel Swimmingpool bot mehr Sicherheit. Ich schwamm und genoss es. Es war fast halb fünf in der Früh als ich bemerkte, dass ein wirklich grosser Mann neben dem Pool stand und mit mir sprach. Ich verstand kein Wort. Es war der Hotelsicherheitsdienst und er bat mich, das Schwimmbecken zu verlassen, da es noch gesperrt war. Vorschriften sind Vorschriften und besonders in den USA ist es sinnlos darüber zu argumentieren, da es ohnehin nie hilft. Er schlug mir vor, ich sollte um 6 Uhr wiederkommen, wenn das Schwimmbecken geöffnet werden würde.

Das Beste an Miami ist jedoch, dass in Miami ähnlich wie in New York alles 24/7 ist. Wenn man also einen unangenehmen Jetlag hat – so wie ich während meines gesamten Aufenthalts, da ich direkt aus Asien kam – macht dies nichts aus. Man schläft dann, wenn der Körper danach verlangt, und geniesst die ganzen unglaublichen Dinge, die Miami bietet, wenn man wieder wach ist. Es gibt immer etwas zu tun und zu sehen.

Ich würde wirklich gerne wiederkommen und dort mehr Zeit verbringen!!!

 

Bildquelle: Hans-Dieter Buchmann / pixelio.de

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s