Michaela Merz

Hamburg – eine Stadt für Gross und Klein

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Ich bin ehrlich. Wir wollten nicht nach Hamburg. Wir wollten an die Nordsee, aber bei der Planung der Reise hat sich gezeigt, dass ein Flug nach Hamburg und die Weiterreise mit dem Zug die optimale Reiseroute ist. Und da wir schon sowieso in diesem Eck der Erde waren, planten wir eine Besichtigung ein. Hamburg war dann eine riesige Überraschung. Ich erwartete nicht viel, aber die Erwartungen wurden auf so eine Art und Weise übertroffen, dass ich einfach zurückkehren musste.

Hamburg ist offen, freundlich, gepackt mit Sachen, die sich anzusehen lohnt und dazu noch zu Preisen, die man sich auch mit kleinem Portemonnaie leisten kann. Wir haben beim Hafen angefangen und wie alle, die am Meer nicht aufgewachsen sind, haben wir über die riesigen Containerschiffe, Jachten, Speedboote und riesigen Luxusdampfer gestaunt. Da es Samstag war, konnten wir hoch in die Seile auf die Spitze des Mastes eines Segelschiffes klettern. Wir waren gesichert und mit Helm, somit war ein Unfall ausgeschlossen, aber es war anstrengend und verlangte nicht nur Kondition, sondern auch Mut.

Danach im Hafen das Riesenrad zu besteigen und die flache Stadt und den Hafen von allen Seiten anzusehen war fesselnd und erholsam. Nach dem Aussteigen rannte mein Kleinster zu einem naheliegenden riesengrossen Spielplatz‎. Die Wasserspiele hatten es ihm angetan. Er freundete sich mit den anwesenden Kindern in Handumdrehen an und zusammen spielten sie Überflutungen, pumpten und rannten zwischen den Fontänen. Ich konnte die ganze Zeitung mal von A bis Z in Ruhe lesen, weil es klar war, dass es schwierig sein würde, ihn von hier wegzubekommen. Und es war tatsächlich fast unmöglich.

Aber wir hatten noch mehr geschafft. Das weltgrößte maritime Museum hat 8 Etagen, vollgestopft, eine Sache interessanter als die andere. Nach 3 Etagen war ich aber k.o. und das Gehirn weigerte sich mehr aufzunehmen. Dann sitzt man draussen beim Wasser in einem Strandkorb und erholt sich mit einer frisch gekochten Krabbensuppe mit Sahnehäubchen.

Was man mit Kindern nicht vergessen darf, ist das Miniatur Wunderland. Buchung im Voraus ist ein Muss, sonst kommt man gar nicht rein. Auf 230m2 Fläche fahren über 1300 Züge mit mehr als 4000 Weichen, begleitet von 300‘000 Figuren und Bäumen. Da sind die Miniatur Schweiz, Amerika, Österreich, Hamburg usw. Es fahren Autos, Schiffe, Bähnli. Es starten Flugzeuge, Kinder springen auf einem Trampolin, es brennt, donnert einfach Aktion ohne Ende. Es ist faszinierend, beeindruckend, mit unzähligen Anspielungen (wie die Nacktskulpturen auf dem Gletscher) und lustigen Szenen. Man kann sich nicht satt sehen, aber auch da, irgendwann ist der menschliche Speicher voll und man muss raus. Um die Ecke die voll funktionsfähige Kaffeerösterei, wo man eine der vielen Kaffeesorten ausprobieren kann.

Es ist noch lange nicht alles. Die beeindruckende Speicherstadt bietet noch einiges mehr. Hamburg Dungeon mit einer eher grauenhaften Rückreise in die Vergangenheit von Hamburg. Eher was für Erwachsene (Kinder sind sowieso erst ab 10 zugelassen), da man nach dem Mord und Flucht vor dem Feuer vielleicht nicht so gut einschlafen kann. Die Alternativen könnten das Automuseum Prototyp mit 45 einzigartigen Rennwagen und Prototypen sein. Der Porsche 356-Fahrsimulator lässt die Herzen von kleinen und grossen Jungs höher zu schlagen.

Oder wie wäre es mit Cap San Diego Hamburg? Das grösste fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt, auf dem man sogar übernachten kann? Das Spicy Gewürzmuseum, das Zollmuseum und den Dialog im Dunkeln haben wir uns für nächstes Mal eingeplant, weil in 4 Tage hat es kein Platz mehr gefunden.

Das erste Mal hat bei unserer Ankunft der Triathlon durch die Stadt stattgefunden. Wir sahen die Topathleten, aber auch die Gelegenheitssportler aus dem Wasser steigen und mit den Velos die zweite Etappe bewältigen. Die Musik heizte ihnen kräftig ein und die historische Kulisse des Rathauses bot eine einmalige Szenerie.

Man kann viel erleben, Spannendes sehen, gut essen und einfach mit Leuten ins Gespräch kommen. Als wir das Wunderland verlassen hatten, sahen wir in Baumkronen am Ufer der Elbe einen Ballon mit ‎einem Zettel, gefangen und unfähig weiter zu fliegen. Wir standen mit meinem kleinem darunter und überlegten wir wie wir ihm holen könnten. In dem Moment kam eine Gruppe junger Deutscher vorbei. Die zögerten nicht lange und mit ein bisschen Geschick war der rote Ballon mit der Botschaft innerhalb von 10 Minuten in unseren Händen.

Zur Feier des Tages haben wir mit ihnen rote Grütze mit Vanillesauce gegessen.

Ja ja, eine Reise nach Hamburg lohnt sich für gross und klein, einfach ein bisschen mehr Zeit einplanen, weil für nur ein Weekend hat das Stadt viel zu viel zu bieten.

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