Michaela Merz


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4. Schweizer MWST Tagung in Bern – Eindrücke und Erkenntnisse


Aktuelle MWST Themen der Eidg. Steuerverwaltung – Ralf Imstepf, Leiter Abteilung Recht, HA MWST
“MWST Abrechnung Easy” kommt bald. Im Laufe von 2020 oder 2021 kommt die Ausweitung der digitalen Deklarations-Angebote für die MWST. Es wird zwei Optionen geben, die “ESTV-Suisse Tax” und die “MWST Abrechnung Easy”. Das Ziel ist, in der Zukunft vollständig auf die digitale Abrechnung zu wechseln. Die Papierabrechnung kann in Ausnahmefällen auf schriftliche Bestellung erfolgen und bleibt weiterhin bestehen. In 2019 reichen 45% der Mehrwertsteuerpflichtigen die Abrechnung elektronisch ein.

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100 Jahre Zirkus Knie


Wir hatten kein Billett für die Zirkus Vorstellung und es war ausverkauft. Die Vernunft sagt klar, dass es nichts bringt vor Ort zu gehen und an der Kasse nach einem Billett zu fragen. Es ist November, es ist kalt und es regnet. Ein Film zu Hause zu schauen scheint die bessere Lösung zu sein. Wir sind trotzdem gegangen.

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Was macht man im Tessin wenn es regnet? – Sasso San Gottardo


Ich bin nicht ängstlich, aber der starke Wind der mich in unseren Ferien in der Nacht geweckt hatte, hat mir schon Respekt eingejagt. Es fühlte sich nicht an wie ein Blick aus dem Fenster sondern eher wie ein Film über eine Naturkatastrophe im Fernsehen. Irgendwie war alles in Bewegung, auch das was eigentlich stationär sein sollte. Wenn Äste, Unmengen von Blättern und Kleidungsstücke durch die Luft wirbelten wäre noch nachvollziehbar, aber als ich sah, mit welcher Leichtigkeit der Wind metallene Liegen anhob und in den Hotel Swimmingpool warf, wurde mir schon mulmig.

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4. Schweizer MWST-Tagung, Bellevue Palace Bern, 14. November 2019


Die Mehrwertsteuer befindet sich in einem steten Wandel und wird immer transparenter. Dies macht es für Sie, als Entscheidungsträger, immer schwieriger die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben effizient und kostengünstig einzuhalten. Dazu kommen der technische Fortschritt und die Digitalisierung, die den absehbaren Wandel herbeiführen, gleichzeitig aber auch neue Chancen zur Prozessoptimierung bieten. Es gilt, diese Faktoren in Ihrem Unternehmen unter einen Hut zu bringen und diese Hürden zu meistern. Continue reading


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Die kleine Schweiz und ihre 26 Kantone


Die Schweiz ist klein. Wenn man von einer Grenze zu der entferntesten anderen Grenze fahren will, reicht ein halber Tag und das ist gut so. Gleichzeitig ist die kleine Schweiz in 26 Kantone aufgeteilt und die haben die Hoheit über viele Bereiche. So ist es möglich, dass wenn man 2 Kinder hat, die an verschiedenen Orten in die Schule gehen und womöglich über die Kantonsgrenze hinaus, sie nur selten gleichzeitig Ferien haben. Ein Umzug aus einem Kanton in einen anderen Kanton gleicht einem Wegzug ins Ausland.

Das Nummernschild am Auto wird umgetauscht und es wird ersichtlich, in welchem Kanton man wohnt. Je länger man irgendwo wohnt, desto tiefer ist die Autonummer. So geschieht eine klare Kennzeichnung der Alteingesessenen und der Zuzüger. Die Schweizer Autofahrer sind nicht besonders rücksichtsvolle und geduldige Fahrer und so geschieht es in grossen Städten wie Zürich sehr schnell, dass jemand der kein Zürcher Nummernschild hat, nur eine Sekunde nach dem das grüne Licht an einer Kreuzung geleuchtet hat und er oder sie noch nicht weggefahren ist, angehupt wird als störender Faktor. Das trägt selten zur Beschleunigung bei aber vielleicht hilft es dem gestressten Fahrer, seine oder ihre Aggression teilweise abzubauen.

Ich bin letztes Jahr aus einem Kanton in einen anderen Kanton umgezogen. Die Autosteuer für das Jahr 2019 – und die ist happig – habe ich noch am alten Wohnort bezahlt. Als ich dann das Schild gewechselt habe, musste ich die Autosteuer für das Jahr 2019 noch mal bezahlen. Eine Woche später traf bei mir zu Hause ein Check ein mit fast dem identischen Betrag, den ich im neuen Kanton bezahlt habe – jedoch nach Abzug der administrative Kosten. Das Geld ist abzuholen bei der Post. Da meine nächste Post, die sehr kurze und kundenunfreundliche Öffnungszeiten hat, in der Nähe meines Arbeitsortes ist, der sich immer noch in meinem vormaligen Wohnkanton befindet, bin ich gegangen, um das Geld zu holen. Nach 5 Minuten warten wurde mir mitgeteilt, dass das Geld nur im Kanton meines Wohnortes bei der Post abgeholt werden kann.

HILFE wollte ich schreien. Dazu kommt, dass der Check nur einen Monat Gültigkeit hat. Ich habe im Internet nachgeschaut und bin am Samstag Nachmittag in meinem Wohnort in der Nähe des Bahnhofs zur Post. Ich musste feststellen, dass diese nicht bedient ist und die Postboxen mir natürlich keinen Check auszahlen können. Zur weiteren Poststelle hat es nicht mehr gereicht, da schon 16 Uhr war.

Diese Woche arbeite ich in New York und da kann man den Check leider auch nicht einlösen. So nähere ich mich gefährlich dem Verfallsdatum des Checks. Gott weiss, wie ich dann zu meinem Geld komme.


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Die furchteinflössendste Schaukel der Welt


Alle fahren in die Ferien ins Ausland. Ich fühle mich fast schuldig, weil ich will gerne in der Schweiz bleiben. Es gibt so viel zu entdecken und das beste daran ist, man kann sich etliche unangenehme Überraschungen sparen. Man weiss nämlich was man bekommt.

Ein Teil der Ferien hat uns nach Grindelwald geführt. Ich war dort unzählige Male aber im Winter. Im Hochsommer aber noch nie. Man kann die Ortschaft wie alle die arabischen und asiatischen Touristen entdecken: die 10 Orte, die man besuchen muss oder man kann sich für die leise Entdeckung ausserhalb der grossen Touristenströme entscheiden. Wir haben den Mittelweg gewählt. Zu Fuss nach Pfingstegg zum Rodeln. Das Blut friert einem in den Adern, wen man sieht wie sich die arabischen Touristinnen, verschleiert von Kopf bis Fuss in die Rodelschlitten setzen und ihre verschiedene Stoffschichten hinter ihnen wehen. Ich habe einmal gelesen, dass Josephine Baker durch ihren Schal im fahrenden Auto stranguliert wurde. Vielleicht stimmt diese Geschichteauch nicht aber seitdem muss ich an diese grauenhafte Todesart denken, wenn ich solche wehenden Kleider sehe. Ich habe verstanden, dass das Personal, weil so viele arabische Touristen gibt, kommen, sogar arabisch spricht. Jetzt muss den dieses den Touristen nur noch erklären, dass so wehende Stoffe beim Rodeln lebensgefährlich sein können.

Anschliessend fuhren wir zu einem Marmorbruch, um zu sehen woher der Türrahmen kommt, der im Bundeshaus steht und weiter bis zur Gletscherschlucht. 1 Kilometer Stege und Tunnel, bis zu 300 Meter hohe Felswände, ein rauschendes, erfrischend kaltes Erlebnis. Wenn es irgendwo einen klaren Beweis gibt, dass sich das Klima erwärmt, dann ist es dort. Vor Jahren endete der Steg beim Gletscher, quasi ein Gletscher zum Anfassen. Mittlerweile hat sich der Gletscher 2.5 km zurückgezogen. Die Prognose sagt, dass es in Jahr 2050 dort keinen Gletscher mehr geben wird. In der Schlucht ist es etwa 14 Grad, weil das Wasser, das da mit ohrenbetäubendem Lärm fliesst, vom Gletscher selber kommt. Und das bei einer Temperatur von 35 Grad in Schatten ausserhalb der Schlucht. Das erste Highlight ist das 170 m2 grosse begehbare Netz, welches 7 Meter über dem reissenden Gletscherbach gespannt ist. Man braucht Mut und Geschick dort reinzuklettern. Es lohnt sich. Ein beflügelndes Erlebnis.

Das nächste Highlight ist die Schlucht Schaukel. Man lässt sich aus 300 m Höhe fallen und fliegt erst nach unten wie ein Stein und dann schwingt man auf dem Seil in der Schlucht hin und Herr wie ein Pendel. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl, weil der Körper so viele Stresshormone ausgeschüttet hat.

Man kann in dem Bach im Gletscherwasser baden aber der Spass ist von kurzer Dauer, weil das Wasser schmerzhaft kalt ist, wie wir mit meinem Jüngsten selber erfahren haben.

Jeden Mittwoch am Abend gibt es ein Strassenfest im Dorf mit Trank, Musik und vielem Lustigen. Das war ein toller Abschluss eines fantastischen Tages. Wir haben einen super Ferientag erlebt. Wir haben gar keinen CO2 Ausstoss verursacht , da wir ausschliesslich zu Fuss waren, wir haben die einheimische Wirtschaft unterstützt und so zum Erhalt von Arbeitsplätzen im Land beigetragen. Schlussendlich haben wir auch noch durch die bezahlte Mehrwertsteuer die Steuereinnahmen des Bundes erhöht. Einfach eine WIN/WIN Situation.

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American Expats in der Schweiz


Meine amerikanischen Freunde, die seit Kurzem in der Schweiz leben, erzählen mir Geschichten, die zum Lachen oder zum Weinen sind, je nachdem, wie man es nimmt. Wenn man die Schweiz und die New Yorker kennt, ist eigentlich klar, woher die täglichen Auseinandersetzungen kommen.

Die Schweizer Nachbarn reklamieren sehr schnell, dass man zu laut ist. Das machen sie sehr oft nicht direkt, indem sie an den Türen klingen und versuchen, das Problem zu besprechen. Nein, wenn es zum Beispiel Nachts um 10 ist, also zb 5 Minuten nach Beginn der Nachtruhe, rufen die lärmempfindlichen Nachbarn die Polizei. Und die Schweizer Polizei rückt aus.

Oder aber sie legen Zettel in den Briefkasten der amerikanischen Übeltäter.

Auf dem letztem Zettel, den eine Anwältin aus New York erhalten hatte, stand: “Bitte ziehen sie ihre Strassenschuhe in der Wohnung aus!”. Ich fragte sie, ob sie Schuhe mit hohen Absätzen trage, aber sie verneinte es ziemlich resolut. Dann wollte ich wissen, ob sie zu Hause in der Nacht tanzt oder sonst irgendwelche anspruchsvollen Aktivitäten ausübe. Nichts davon war der Fall. Sie hatte sogar auf etwa 80% der Böden Teppiche. Sie ist eine Dame 50+ und das klang alles sehr plausibel.

New York ist laut. Tag und Nacht. Ruhe kennt man dort nicht. Darum ist ihr Umgang mit Ruhe und Lärm tatsächlich sehr anders als unserer. Ein bellender Hund einen Stock höher oder tiefer stört sie nicht. Strassenarbeiten am Tag oder nachts sind sie sich gewohnt. Das stört sie auch nicht.

Der nächste heikle Punkt ist das Autofahren. Geschwindigkeitsbussen und Parkbussen kassieren sie in der Schweiz sehr leicht. Meine Freundin aus New York sagt, dass sie Angst habe ihren Briefkasten zu öffnen und nach Zürich wird sie mittlerweile nie mehr mit dem Auto fahren. Sie findet einige Regelungen ziemlich verwirrend und kassiert wegen Fehlern oft Strafen. Zum Beispiel leuchten in den US alle Traffic Lights in der gleichen Farbe. Alle stehen auf Rot oder alle auf Grün. In der Schweiz ist es aber nicht ungewöhnlich, dass die rechte Ampel rot ist, die linke aber grün oder es hat neben dem Rot einen grünen Pfeil. Für meine Freundin ein Horror, weil sie nicht sicher ist, wie sie sich verhalten sollte. Einige 250 Franken teure Bussen für Fahren über Rot wurden ihr so beschert und das weil sie die weisse Linie überquert hatte.

Das Nächste ist die Entsorgung. Das ist eine Wissenschaft für sich und es braucht mittlerweile einen Kurs, um zu wissen, was man mit den eigenen Abfall anstellen soll oder darf.

Die New Yorker, die ich kenne, sind aber alle gerne da und geniessen die hohe Lebensqualität. Und ich bin froh, dass sie da sind, weil mit ihnen wird die einheimische Welt bunter und vielleicht ein bisschen toleranter und nicht immer so verbissen.