Michaela Merz

Leichtathletik-Europameisterschaften – kleine Fehler

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OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Wetter hat es nicht gut gemeint mit dieser Veranstaltung. Obwohl im August die Temperaturen nicht sommerlich waren und der Regen ein ständiger Begleiter war. Aber als ich am Sonntagnachmittag zu den finalen Veranstaltungen ins Letzigrund Stadion kam, war es wirklich Sommer. Es war warm, aber nicht heiss, sonnig und freundlich. Optimal um neue Rekorde aufzustellen. Das ist leider nicht passiert, aber der Nachmittag war sonst dramatisch genug.

 

Es ist faszinierend die europäische Elite zu beobachten. Der Speerwurf, wo sich Antti Ruuskanen (88,01 m) und Tero Pitkämäki (84,40 m) aus Finnland mit dem tschechischen Weltmeister Vitezslav Vesely (84,79 m) einen unglaublichen Wettkampf lieferten. Und noch lustiger die kleinen ferngesteuerten Elektroautos als technisches Gadget, die dann die Speere zurückbrachten. Ebenfalls spannend war der Hochsprung der Frauen oder Weitsprung der Männer. Aber ehrlich gesagt am allerspannendsten sind doch noch die Laufdisziplinen. Die grossen Dramen, die spielten sich an diesem Sonntag bei diesen Disziplinen ab. Zum Beispiel der Massensturz bei den Männern auf 1500m, der jedoch Gott sei Dank glimpflich abgelaufen ist.

 

Das schlimmste waren aber die Finale der Staffeln. Stellt euch vor ihr habt Monate trainiert, damit ihr einen Stab in Stadion 100m tragen könnt, ihr steht auf der Laufbahn, aus der Startpistole wird geschossen und ihr seid absolut konzentriert, angespannt bis in die letzten Muskeln im kleinen Finger mit dem Willen zum Sieg. Ihr wartet, aber die Übergabe findet nicht statt. Haargenau das ist dem Schweizer Frauenteam passiert (aber nicht nur ihnen). Das schweizerische Talent Mujinga Kambundji schlug sich bei ihrem explosiven Start als erste in der Staffel selber den Stab aus der Hand und das Rennen war für das schweizerische Team innerhalb von Sekunden nach dem Start beendet.

Die vier Frauen haben mir sehr leid getan. Aber ich musste in dem Moment über meine eigenen unerwarteten Niederlagen im privaten und geschäftlichen Leben nachdenken. Es waren einige und es hat wehgetan und wie! Und es hat Zeit gebraucht bis ich es verdauen konnte. Aber aus all diesen Niederlagen habe ich viel gelernt. Sie sind Teil meines Erfolges. Von allen konnte ich mich erholen und wurde besser. Ich will sie nicht missen, weil Erfolg allein kann zu Überheblichkeit führen.

 

Ladies, Kopf hoch, wollte ich schreien, es klappt nächstes Mal!!

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