Michaela Merz

Taxifahrt

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Ich hatte meinen Kunden am Paradeplatz verlassen und wollte schnell in die Birchstrasse in Oerlikon. Ich nahm das Taxi. Ich fahre sehr ungern Taxi. Das Radio hat gespielt und mich in meinen Gedanken gestört.

Ich war überrascht welche Strecke der Taxifahrer nahm. Es war ungewohnt und eher umständlich. Ich kenne Zürich sehr gut, aber ich dachte, schauen wir, wo er fährt, vielleicht lerne ich etwas.

Als wir aber bei der Uni Richtung Fluntern abbogen, war klar, dass die Route nicht stimmen kann.

Ich sagte sehr laut Birchstrasse und kaum konnte ich was ergänzen, hatte er das Taxi auf der Stelle gewendet und fuhr dann den kürzesten Weg nach Oerlikon. Er sagte, er hätte Blindstrasse verstanden. Aber in Zürich GIBT ES KEINE BLINDSTRASSE!!!

Angekommen verlangte er 47 Franken. Unverschämtheit!! Ich kam mir betrogen vor.

Ich schlug ihm vor – entweder ich zahle 40 Franken, was schon 20% zu viel ist für die Strecke oder ich zahle 47 und er gibt mir eine Kopie seiner Lizenz und ich werde mich bei der Gewerbepolizei beschweren. Erst jetzt fiel mir auch auf, dass nirgendwo eine Lizenz oder Namenstafel zu sehen war.

Er fing an zu diskutieren. Für das hatte ich jetzt gar keine Zeit, da konnte ich wesentlich billiger mit dem Zug fahren.

Ich wiederholte noch mal mein Angebot 40 oder 47 und Beschwerde.

Er stellte mir ohne ein Wort eine Quittung für 40 Franken aus, sagte weder adieu noch danke und fuhr weg.

Da es leider nicht die einzige negative Geschichte im Zusammenhang mit Taxifahrten ist, versteht es sich von selbst, dass ich Taxis wann immer möglich vermeide!! Es lebe der sensationelle öffentliche Verkehr in Zürich.

Und es wäre so einfach. Ich habe 4 Regeln für angenehme Taxifahrten.

  • Sauberes, nicht stinkendes Fahrzeug
  • Kürzesten (oder schnellsten) Weg zum Ziel
  • Nette, höfliche und hilfsbereite Fahrer
  • Bedingungen, die der Kunde wünscht (Radio oder Stille, schwatzende oder stille Fahrer, offene oder geschlossene Fenster)

Aber offensichtlich sind diese elementarsten Grundsätze in der täglichen Umsetzung schwieriger als man denkt.

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