San Francisco

Ich kam nach SF nicht zur Erholung, sondern zum Arbeiten. Ich habe es nicht so mit dem Fliegen und jedes Mal erwischt mich ein Jetlag. Von Zürich dauert der Flug nach SF 12 Stunden. Glaubt es oder nicht, aber dieses Mal hatte ich keinen Jetlag. Grund dafür war die Angina, die als lästige Begleitung mitgekommen ist. Aber als Lösung gegen das Jetlag Problem ist es nicht zu empfehlen! Dank ihr habe ich die meiste Zeit des Fluges verschlafen und das obwohl wir um 13 Uhr aus Zürich abgeflogen sind.

Angekommen bin ich eigentlich fitter als ich Zürich verlassen habe. Ich bezog mein Hotelzimmer, ging zu einer vereinbarten Verabredung und ging schlafen. Überrascht haben mich die grosse Anzahl der Obdachlosen wie auch die Gewerkschaften. Schlag 7 Uhr morgens begannen die Gewerkschaften mit Demonstrationen. “Union Power, we are the power. Union power, we are the power“ Ohne Ende, elendig laut, stundenlang skandierten sie unter dem Fenster meines Hotelzimmers, wie wenn ich die Schuldige wäre. Mein Wecker war auf 8 Uhr gestellt, aber das war überflüssig. Ich wünschte mir, dass diejenigen, die diesen Ärger verursacht hatten, in der Nähe ihre Schlafzimmer hatten und nicht ich. Und meine Angina meldete sich mit neuer Stärke zurück.

Abgemacht war ein frühes Mittagessen in Chinatown. Das Restaurant wurde gemäss Empfehlung des schweizerischen Reiseführers gewählt. An den Türen des Restaurants hing ein grosses amtliches Schreiben. Verkürzt gesagt stand dort, dass wegen gröbster hygienischer Mängel, die zu ernsthafter Gesundheitsgefährdung führen konnten, das Restaurant amtlich geschlossen wurde. Alle möglichen Krankheiten, die man sich zuziehen konnte, wurden aufgelistet. Mir ist beim Lesen der Appetit vergangen.

Wir sind trotzdem chinesisch essen gegangen. In dem Restaurant mit einer langen Warteschlange waren nur Chinesen. Man musste gar nicht bestellen, sondern bekam eine riesige Kanne Jasmintee auf den Tisch gestellt. Dann sind immer wieder Kellner durch das Restaurant gegangen und haben etwas auf Mandarin gerufen. Wer etwas wollte, rief sie. Aus Mitleid haben sie bei uns ab und zu angehalten und gezeigt, was in ihren Bambus Körbchen steckt. Ab und zu haben wir genickt, ohne wirklich zu wissen wozu, und ab und zu haben wir verneint. Frittierte Hühnerfüsse musste ich aber wirklich probieren.

So authentisch chinesisch habe ich noch nie gegessen.

Am darauffolgenden Morgen, mit der Genauigkeit einer Schweizer Uhr, haben mich die Gewerkschaften aus dem Schlaf geholt.“Union power, we are the power, union power, we are the power.“ Um 8 war wieder Schluss. Man konnte nach ihnen die Uhr richten.

Das Beste in San Francisco ist aber die Golden Gate Bridge. Darüber werde ich nächste Woche berichten!

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