Michaela Merz


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London und seine Bewohner


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Ich arbeite für ein paar Tage in London. Ganz zentral mit allen Sehenswürdigkeiten vor der Nase. Es ist bitter kalter Januar, wo man nur im Freien verweilt, wenn man muss.

Ich checke im Hotel ein. Ich habe das Eckzimmer am Ende des Korridors. Die Eingangstüre zum Zimmer weist viele kleinere und grössere Einschläge auf. Als ob jemand mit brachialer Gewalt und einem spitzen Gegenstand versucht hat, sich Eingang zu verschaffen. Ich hoffe, dass es eine einmalige Gelegegenheit war, die sich in diesem Zimmer nicht jede Nacht wiederholt. Ich habe nur einmal in meinem Leben erlebt, wie ein Betrunkener versuchte mich unter Anwendung von Gewalt in meinem Zimmer zu besuchen. Das war in der Mitte der Nacht beängstigend, da ich schwer abschätzen konnte, wie lange die Zimmertür Widerstand leisten würde. Die Tür war stärker als ich dachte und ich bekam damals keinen Besuch und ich wünsche mir auch jetzt keinen Besuch.

Aus dem Fenster habe ich eine atemberaubende Aussicht, aber die Zimmertemperatur ist sehr tief. Ich stelle die Heizung auf Maximum aber nach einer Stunde wird offensichtlich, das diese Heizung einfach nicht mehr hergibt. Ich werde noch an die Reception gehen müssen, um um eine zusätzliche Decke zu bitten.

Jetzt aber muss ich die Tower Bridge überqueren, um zu dem Restaurant zu gelangen, wo ich verabredet bin. Ich mache mich auf den Weg. Es ist ein Spaziergang von maximal 20 Minuten. Ich überquere die Strasse und komme in einen kleinen Park neben der Themse. Und plötzlich spüre ich am Boden rasche Bewegungen und schaue schnell hin. Aber es ist dunkel und schwierig zu sagen, was das war. Ich wette auf eine Ratte, aber Sicherheit habe ich keine.

Das Nachtessen war sehr Interessant und nützlich und um kurz vor 23 Uhr mache ich mich auf den Weg zum Hotel. Ich spaziere uber die Brücke, die wunderschön beleuchtet in ein helles Blau getaucht ist. Es sind trotz der Kälte immer noch viele Leute unterwegs. Ich biege in den kleinen Park ein, der menschenleer und verlassen ist. Aber ich registriere viel Bewegung am Boden und plötzlich höre ich ein schmerzvolles Quietschen und spüre etwas unter meinem Winterschuh. Ich bin einer Ratte auf ihren Schwanz getreten. Wir sind beide erschrocken. Bei ihr kommt noch der Schmerz hinzu.

Sie ist nicht allein. Am Boden gibt es viel Aktivität.  Vielleicht ist die jetzt geschlossene kleine Holzverpflegungsbude und noch mehr der neben ihr stehende Abfallkübel der Grund, warum die Raten da mitten in London, so nah an allen den Sehenswürdigkeiten leben.

Als ich diese Geschichte Dana erzahlte, sagte sie mir, das sie heute bei der Geburt von 25 Ratenbabys von zwei Rattenmüttern dabei war, die von 2 Rattenvätern stammen, die ihr als kastriert verkauft wurden.

Offensichtlich ist Leben voller Überraschungen.


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Warum ich Uber fahre


Ich bin viel unterwegs, oft im Ausland. Ohne Taxi geht es oft gar nicht. Aber meine Erfahrungen mit Taxis sind sehr gemischt und leider viel zu oft nicht nur positiv. Die Fahrzeuge sind dreckig und stinken nach Zigaretten. Die Fahrer sind unhöflich. Auf meinen Bitten, die Fenster zu schliessen oder das Radio auszuschalten, wird nicht eingegangen. Die Koffer muss ich selbst ein- und ausladen, die Kreditkarte wird verweigert und Bargeld verlangt. Das Schlimmste ist, ich komme mich betrogen vor, wenn ich die Strecke schon einmal gefahren bin und plötzlich ist sie um einiges teurer und wer weiss, wie es dort abläuft, wo ich die üblichen Preise nicht kenne. Taxi fahren rund um die Welt ist wie eine Wundertüte, es kann toll sein aber es kann ein schreckliches Erlebnis mit hohem Frustrationslevel sein. Die Chance stehen in etwa 50/50 und sehr oft ist das höchste Gefühl, dass es einfach mal ok war. Continue reading