Michaela Merz


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Dublin – Zürich


Ich fliege mit dem Flug um 6.40 Uhr von Dublin nach Zürich. Die Reception kann am Vorabend keine Rechnung ausstellen aber als Kundenservice bieten sie mir, dass sie mich wecken werden. Ich sage ok und gebe 4.45 Uhr an.

Am Morgen wache ich aber schon um 4.15 Uhr auf und erledige alle Mails, die seit gestern Abend gekommen sind. Ich bin fertig und vorbereitet und wundere mich, warum das Hoteltelefon nicht geläutet hat. Erst jetzt merke ich, dass auf dem Telefon ein Licht leuchtet und auf dem Telefonbeantworter eine Nachricht hinterlassen wurde. Das Telefon läutete aber nicht. Eine sonderliche Art und Weise wie man Gäste weckt.

Das Hotel bereitete mir aber einen Papiersack mit Frühstück. Das ist sehr nett und aufmerksam. Eine gute Entschädigung für die Panne mit dem Wecker.

Es regnet und das bestellte Taxi ist schon da. Der Taxifahrer steigt aber nicht aus. Schliesslich regnet es. Die Devise ist Selbstbedienung. Ich öffne den Kofferraum, um den Koffer zu versorgen. Bei der Ankunft erhöht der Taxifahrer die Taxe um eine Tunnelgebühr. Aber durch einen Tunnel sind wir gar nicht gefahren, es war auch nicht nötig. Ich habe aber keine Lust mit ihm zu streiten. Es regnet weiterhin, er macht aber wieder keine Anstalten auszusteigen und mir mit dem Koffer zu helfen. Mache ich es also selber und lasse den Kofferraum mit Absicht offen. Das ist nicht nett aber betrogen und schlecht behandelt zu werden, das ist zu viel des Guten.

Gestern bin ich mit Uber in Dublin gefahren. Das Auto war sauber und toll, der Fahrer extrem hilfsbereit und zuvorkommend. Da ist die Wahl zwischen dem offiziellen Taxi und Uber einfach.

Der Automat für den Druck der Kofferetikette am Flughafen funktioniert nicht. Ich muss anstehen. Da der Papiersack mit dem Frühstück nass wurde, fallen alle Sachen auf den Boden. Ich stelle fest, dass ich eine Glasflasche mit Wasser, einen Apfel, Joghurt und und ein Sandwich bekommen haben. Alles rollt am Boden. Ich sammle es auf.

Der Joghurt in Bechergrösse 125 ml wurde mir bei Einchecken weggenommen. Es liegt über 100 ml. Ich wusste es und versuchte es dennoch in der Hoffnung, dass der menschliche Verstand funktionieren könnte. Hat er nicht.

Aus dem gemütlichen Frühstück wurde somit nichts. Eine weitere Reiseerfahrung, die ich mir gerne erspart hätte.

Bildquelle: Mich Rittmann / pixelio.de


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2 am Rücken


PwC_Swiz_Zurich_C_MB_41.jpgIn den letzten Jahren habe ich einigen meiner Kollegen zugehört. Es waren erfolgreiche angesehene Männer, die mir sehr oft mit Tränen in den Augen die Geschichte ihrer Ehe, ihrer Beziehung erzählt hatten. Da war die Rede von Frauen, die aus heiterem Himmel mitgeteilt hatten, dass sie so weiter nicht leben wollen und dass sie morgen wegziehen oder wünschen, dass der Partner so schnell wie möglich wegzieht. Meine Kollegen waren schockiert und auf so eine Nachricht überhaupt nicht vorbereitet. Sie haben die Welt nicht verstanden. Die gläserne Kugel der Beziehung schien zerbrochen zu sein und nicht mehr zu flicken. Continue reading


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Pensionierung


Ich habe heute Morgen mit Richard gefrühstückt. Gestern war er noch angestellt und ab heute ist er pensioniert. Der erste Tag nach einem ausgefüllten Geschäftsleben muss sich wahrscheinlich komisch anfühlen. Man bekommt keine Mails, das Telefon klingelt selten, der Stress ist weg. Was macht man plötzlich? Continue reading


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Bekanntschaften


Dreimal pro Woche gehe ich früh am Morgen in das Hallenband Oerlikon schwimmen. Unbemerkt bin ich so ein Mitglied der Frühaufsteherschwimmer-Gesellschaft geworden. Man sieht sich so oft, man beginnt sich zu grüssen. Allerdings sind die Schweizer keine Nation von Menschen, die, wenn sie sich 365 Tage im Jahr begegnen, auch miteinander sprechen. Gott bewahre!! Das wäre zu viel Nähe.  Continue reading