Michaela Merz


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Die furchteinflössendste Schaukel der Welt


Alle fahren in die Ferien ins Ausland. Ich fühle mich fast schuldig, weil ich will gerne in der Schweiz bleiben. Es gibt so viel zu entdecken und das beste daran ist, man kann sich etliche unangenehme Überraschungen sparen. Man weiss nämlich was man bekommt.

Ein Teil der Ferien hat uns nach Grindelwald geführt. Ich war dort unzählige Male aber im Winter. Im Hochsommer aber noch nie. Man kann die Ortschaft wie alle die arabischen und asiatischen Touristen entdecken: die 10 Orte, die man besuchen muss oder man kann sich für die leise Entdeckung ausserhalb der grossen Touristenströme entscheiden. Wir haben den Mittelweg gewählt. Zu Fuss nach Pfingstegg zum Rodeln. Das Blut friert einem in den Adern, wen man sieht wie sich die arabischen Touristinnen, verschleiert von Kopf bis Fuss in die Rodelschlitten setzen und ihre verschiedene Stoffschichten hinter ihnen wehen. Ich habe einmal gelesen, dass Josephine Baker durch ihren Schal im fahrenden Auto stranguliert wurde. Vielleicht stimmt diese Geschichteauch nicht aber seitdem muss ich an diese grauenhafte Todesart denken, wenn ich solche wehenden Kleider sehe. Ich habe verstanden, dass das Personal, weil so viele arabische Touristen gibt, kommen, sogar arabisch spricht. Jetzt muss den dieses den Touristen nur noch erklären, dass so wehende Stoffe beim Rodeln lebensgefährlich sein können.

Anschliessend fuhren wir zu einem Marmorbruch, um zu sehen woher der Türrahmen kommt, der im Bundeshaus steht und weiter bis zur Gletscherschlucht. 1 Kilometer Stege und Tunnel, bis zu 300 Meter hohe Felswände, ein rauschendes, erfrischend kaltes Erlebnis. Wenn es irgendwo einen klaren Beweis gibt, dass sich das Klima erwärmt, dann ist es dort. Vor Jahren endete der Steg beim Gletscher, quasi ein Gletscher zum Anfassen. Mittlerweile hat sich der Gletscher 2.5 km zurückgezogen. Die Prognose sagt, dass es in Jahr 2050 dort keinen Gletscher mehr geben wird. In der Schlucht ist es etwa 14 Grad, weil das Wasser, das da mit ohrenbetäubendem Lärm fliesst, vom Gletscher selber kommt. Und das bei einer Temperatur von 35 Grad in Schatten ausserhalb der Schlucht. Das erste Highlight ist das 170 m2 grosse begehbare Netz, welches 7 Meter über dem reissenden Gletscherbach gespannt ist. Man braucht Mut und Geschick dort reinzuklettern. Es lohnt sich. Ein beflügelndes Erlebnis.

Das nächste Highlight ist die Schlucht Schaukel. Man lässt sich aus 300 m Höhe fallen und fliegt erst nach unten wie ein Stein und dann schwingt man auf dem Seil in der Schlucht hin und Herr wie ein Pendel. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl, weil der Körper so viele Stresshormone ausgeschüttet hat.

Man kann in dem Bach im Gletscherwasser baden aber der Spass ist von kurzer Dauer, weil das Wasser schmerzhaft kalt ist, wie wir mit meinem Jüngsten selber erfahren haben.

Jeden Mittwoch am Abend gibt es ein Strassenfest im Dorf mit Trank, Musik und vielem Lustigen. Das war ein toller Abschluss eines fantastischen Tages. Wir haben einen super Ferientag erlebt. Wir haben gar keinen CO2 Ausstoss verursacht , da wir ausschliesslich zu Fuss waren, wir haben die einheimische Wirtschaft unterstützt und so zum Erhalt von Arbeitsplätzen im Land beigetragen. Schlussendlich haben wir auch noch durch die bezahlte Mehrwertsteuer die Steuereinnahmen des Bundes erhöht. Einfach eine WIN/WIN Situation.

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The world’s scariest swing!


Everyone goes abroad for a vacation. I feel almost guilty because I want to remain in Switzerland. There is so much to discover and best of all one can avoid a lot of unpleasant surprises. You know what you’re getting.

Part of the vacation took us to Grindelwald. I have been there on numerous occasions, but mainly in winter. But at mid-summer never. You can discover the village, like all the Arab and Asian tourists: the 10 places you have to visit or you can decide for the quiet discovery away from the great streams of tourists. We chose the middle route. By foot to Pfingstegg to toboggan. The blood freezes in one’s veins, when you see how the Arab women tourists, veiled from head to foot sit in the toboggans and their various layers of material drift behind them. I once read that Josephine Baker was strangled by her scarf in a moving car. Maybe this story is not true but since then I have to think of this horrible way of death, when I see such flying clothes. I understood that the staff, because there are so many Arab tourists, even speak Arabic. Now they only have to explain to the tourists that such flying material can be fatal when tobogganing.

We then travelled to a marble quarry, to see where the doorframe, which stands in the parliament building, comes from and then on to the glacier gorge. 1 kilometre of bridges and tunnel, rock faces up to 300 metres high, a roaring, refreshingly cold experience. If there is anywhere clear evidence that the climate is warming, this is where it is. Years ago the bridges ended by the glacier, quasi a glacier to touch. In the meantime the glacier has retreated 2.5 km. The forecast is that in 2050 there will no longer be a glacier there. In the gorge it is about 14 degrees, because the water that flows with deafening noise, comes from the glacier itself. And that at a temperature of 35 degrees in the shade outside the gorge. The first highlight is the 170 m2 large walkable net, which is spanned 7 metres above the wild stream in the gorge. One needs courage and skill to climb on to it. It is worthwhile. An invigorating experience.

The next highlight is the canyon swing. One lets oneself fall from 300 m high and first flies down like a stone and then swings on the rope in the gorge to and fro like a pendulum. An indescribable feeling of joy, because the body has shaken out so many stress hormones.

You can bathe in the glacier water, but the fun doesn’t last long, because the water is painfully cold, as we ourselves experienced with my youngest.

Every Wednesday evening there is a street party in the village with drinks, music and a lot of fun. It was a wonderful end to a fantastic day. We had enjoyed a super vacation day. Caused no CO2 emissions at all, because we did everything by foot, supported the local economy and so contributed to preserving jobs in the area. Finally, by paying VAT, we increased the Confederation’s tax revenues. A WIN/WIN situation all round.

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